Waldeck-Pyrmont
Karl August Friedrich zu Waldeck-Pyrmont

Aussprache: kaarl aughust friydrisch min faaldiyk-biyrmunt
arabisch:
كارل أوغست فريدريش من فالديك-بيرمونت
persisch:
مسجد کبود
englisch:
Charles August Prince of Waldeck-Pyrmont

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Karl August Friedrich zu Waldeck-Pyrmont war ein deutscher Reichsfürst aus dem Haus Waldeck und regierte von 1728 bis 1763 als Fürst von Waldeck-Pyrmont.

Er ist am 24. September 1704 in Hanau geboren und am 29. August 1763 in Arolsen gestorben, wo sein Sitz im Residenzschloss Arolsen war. Er war der Sohn von Friedrich Anton Ulrich, dem ersten Fürsten von Waldeck-Pyrmont, und Luise von Zweibrücken-Birkenfeld. 1741 heiratete er Christiane Henriette von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler-Rappoltstein; zu ihren Kindern gehörte sein Nachfolger Friedrich Karl August.

Neben seiner Rolle als Landesherr war er vor allem militärisch bedeutend. Er diente in verschiedenen Armeen, unter anderem in preußischen, kaiserlichen und niederländischen Diensten, und war während des Österreichischen Erbfolgekriegs Oberbefehlshaber der niederländischen Armee. 1746 wurde er zum kaiserlichen Generalfeldmarschall ernannt.

Innenpolitisch versuchte er, die Schuldenlast seines kleinen Fürstentums zu begrenzen, ließ aber zugleich das Residenzschloss Arolsen im Rokoko-Stil ausbauen. Bemerkenswert ist auch, dass er Schutzbriefe an wohlhabende jüdische Personen vergab, wodurch jüdische Zuwanderung nach Waldeck-Pyrmont einsetzte.

Er hatte direkt militärisch mit den Osmanenkriegen als kaiserlicher Offizier im Habsburgisch-russisch-türkischen Krieg von 1736–1739 n.Chr. zu tun. 1736 kämpfte er in Ungarn gegen die Osmanen. 1737 nahm er an der Belagerung der Festung Usicza teil und wurde dabei verwundet. Wweitere Einsätze gegen die Osmanen und Verwundungen erfolgten 1737 sowie 1739 bei Krozka/Grocka.

Wie damals üblich, ließ er ein Reiterbildnis erstellten, das im Residenzschloss Arolsen hängt. Das Reiterbildnis ist ein arbeitsteiliges Hofporträt von 1753: Martin van Meytens d.J. malte den Fürsten Karl August Friedrich von Waldeck-Pyrmont selbst, also Kopf, Figur, Kleidung, Orden und höfisch-repräsentative Erscheinung. August Querfurt malte das Pferd. Sehr wahrscheinlich bzw. kunsthistorisch naheliegend ist auch, dass Querfurt die militärische Staffage, Schlacht- oder Reiterszene im Hintergrund ausführte, denn er war gerade auf Pferde-, Jagd- und Schlachtenmalerei spezialisiert. Turban tragende Besiegte im Hintergrund deuten die Osmanen an.

© seit 2006 - m-haditec GmbH - info@eslam.de