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Mahmud Dschlaluddin (im Türkischen: Mahmud Celaleddin Efendi)
war ein Künstler der
Kalligraphie unter den
Osmanen.
Er soll in der kaukasischen Region Dagestan als Mahmud
geboren sein, wobei sein Geburtsdatum unbekannt ist. Es wird
auf etwa 1750 geschätzt. Als Junge zog er mit seinem Vater
nach
Istanbul. Als er begann, als Kalligraph zu arbeiten, nahm
er den Namen Dschalaluddin Efendi an.
Er begann seine formelle Ausbildung bei Abdullatif Efendi,
einem Schüler von Ak Molla Omer Efendi und Hodscha Rasim
Efendi. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über den Stil
gab er diesen Unterricht jedoch auf und war größtenteils
Autodidakt. Er widmete sich konsequent einer Analyse der Werke
des großen Kalligraphen Hafiz Osman aus dem 17. Jh. n.Chr.
Mit der Zeit entwickelte er seinen eigenen Stil und
unterrichtete auch mehrere Schüler, zu denen auch
Abdülmecit I. gehörte.
Mahmud Dschlaluddin heiratete seine Schülerin Asma Ibret
Hanim (geb. 1780). Als ihm zunächst Proben ihrer Schriften
gezeigt wurden, waren diese so gut und so untypisch
„weiblich“, dass er nicht glaubte, es sei ihre Arbeit. Nach
einer Untersuchung war er jedoch von ihrem Talent überzeugt
und erklärte sich bereit, sie als Schülerin aufzunehmen.
Später heiratete er sie.
Im Laufe seiner Karriere fertigte er viele Gebetbücher,
Muraqqa
sowie zahlreiche Kunstwerke an. Er fertigte auch viele
monumentale Inschriften an, unter anderem
Moscheen
und Schreine.
Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 1829 lebte er in
Istavroz (Beylerbeyis heutiger Bezirk Abdullahaga) am
BosporusB und wurde im Scheich-Murad-Schrein in der Nähe
der
Eyüp-Sultan-Moschee beigesetzt. Neben ihm ist seine Frau
begraben.
