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Die Maydan-Moschee in
Kaschan ist eine historische
Moschee
im Stadtzentrum, die vor allem für ihre
Gebetsnische [mihrab] berühmt ist.
Sie ist auch unter dem Namen Masdschid-i Mir Imād [مسجد
میرعماد] bekannt. Mir Imad al-Din Schirwani wird in der
Überlieferung als Stifter bzw. Erneuerer des Baues genannt.
Die Maydan-Moschee liegt im Bereich des alten
Stadtzentrums, beim historischen Platz Maydan-i Sang bzw.
später Maydan-i Fayzh, nahe dem
Bazar.
Die
Moschee Teil eines größeren öffentlichen Baukomplexes um
einen gepflasterten Platz. Die Moschee stand am südlichen Ende
dieses Platzes. Zu diesem Ensemble gehörten früher auch eine
Chanqah, ein Krankenhaus, eine
Madrasa,
eine
Karawanserei und ein Uhrturm, die heute nicht mehr
erhalten sind.
Die Baugeschichte ist mehrschichtig. Eine ältere Anlage
wird teils in die Zeit der
Seldschuken in das 6.–7. Jh.
n.d.H. gesetzt. Später wurde der Bau erneuert bzw.
ausgebaut. Eine wichtige Bauphase wird mit dem Jahr 868
n.d.H. (1463–1464 n. Chr.) verbunden, also mit der Zeit
von Dschahan Schah Qara Qoyunlu. Eine persische
kunsthistorische Quelle nennt aufgrund der Inschrift am
Eingangsportal das Jahr 868
n.d.H. und verbindet den Bau mit Chwadscha Amir Imad
al-Din Schirwani.
Die Moschee besitzt mehrere klassische Elemente iranischer
Moscheearchitektur: einen Vorhof bzw. Eingangsbereich, Portale
mit historischen Inschriften, einen Haschti-artigen
Eingangsraum, einen Hof, Gebetsräume bzw. Schabestans, eine
Ziegelkuppel, einen historischen Wasserbehälter bzw. Ab-anbar
und dekorative Stuck- und Malereielemente.
Als besonders interessant gilt der Vorhof. Dort sollen elf
historische königliche Erlasse in Stein eingraviert und an der
Wand angebracht worden sein. Diese Inschriften gelten als
wichtige Zeugnisse für die politischen und sozialen
Verhältnisse ihrer Zeit.
Die Moschee besaß früher ein steinernes Minarett. Dieses
wurde laut mehreren Beschreibungen bei einem Erdbeben im Jahr
1778, also in spät-safawidischer bzw. nachsafawidischer Zeit,
zerstört.
Ein besonders wichtiges Element ist der berühmte
Zarinfam-Mihrab, also eine lüsterkeramischer
Gebetsnische [mihrab] aus
Kaschan. Kaschan war im Mittelalter berühmt für
hochwertige Lüsterkeramik. Die
Gebetsnische [mihrab] der Maidan-Moschee wurde später
entfernt und gelangte nach Europa in den Berliner
Museumskomplex.

Foto 1950 n.Chr.