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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Mehmed Schefik
(Şefik) Bey war ein berühmter Künstler der
Kalligraphie unter den
Osmanen im 19. Jh. n.Chr.
Er wurde im Bezirk Kılıçali im
Istanbuler Stadtteil Beşiktaş geboren. Sein Vater hieß
Süleyman Mâhir Bey, einer der Lehrer der Schule für
Kalligraphie Bâbıâli Tahvil Kalemi. Obwohl sein
Geburtsdatum nicht überliefert ist, wird es mit 1820
angenommen, da seine Verwandten angegeben haben, dass er im
Alter von 60 Jahren starb.
Nach Abschluss seiner Grundschulausbildung lernte er
Kalligraphie von Ali Vasfi Efendi, dem Kalligraphielehrer
des Galata-Palastes.
Şefik Bey wurde wahrscheinlich nach dem Tod von Ali Vasfi
Efendi im Jahr 1837 ein Schüler von Mustafa İzzet Efendi und
wohnte dreißig Jahre lang als Mitglied des Hauses im
Herrenhaus seines neuen Herrn. 1839 erhielt er erneut die
Lehrerlizenz, als er zum Redner der
Eyüp-Sultan-Moschee ernannt wurde. Mustafa İzzet Efendi
tat sein Bestes, um diesen außergewöhnlichen Schüler, den er
wie ein Kind liebte, im Bereich der Kalligraphie auszubilden,
und als er 1845 zum zweiten
Imam
von Sultan
Abdülmecit I. ernannt wurde, ernannte ihn Mehmed Şefik Bey
zum Kalligraphielehrer des Hademe-i Hümâyun und Muzıka-yi
Hümâyun. Şefik Bey übte diese Aufgabe 34 Jahre lang aus und
arbeitete auch als Kalligraphielehrer. Aufgrund der
persönlichen Wertschätzung von
Abdülmecit I. wurde ihm am 11. September 1849 der „Rang
eines Hacegani“ verliehen. Im Jahr 1879 ging er mit einem
Gehalt von 750 Kuruş in den Ruhestand. Nach seinem Tod wurde
er auf dem Friedhof der Yahya Efendi Dervisch Ordens
beigesetzt. Die poetische Inschrift auf seinem Grab, die im
schlechten Taliq-Stil geschrieben und sowohl in der Bedeutung
als auch im Metrum verzerrt war, ist nicht mehr vorhanden.
Hûriye Hanım, die jüngere der beiden Töchter von Schefik Bey,
war auch Künstlerin der
Kalligraphie.
Zeugnisse der Werke von Mehmed Schefik Bey finden sich in
zahlreichen Gebäuden und vielen Handschriften. Eine
Quran-Handschrift von ihm ist im
Sakip Sabanci Museum (Sakıp Sabancı Müzesi) ausgestellt.

Foto Y. Özoguz (2016) im
Sakip Sabanci Museum (Sakıp Sabancı Müzesi)