Mirza Dschawad
Mirza Dschawad Maliki Tabrizi

Aussprache: miyrzaa dschawaad malikiy at-tabriyziy
arabisch:
ميرزا جواد ملكي التبريزي
persisch:
میرزا جواد آقا ملکی تبریزی
englisch:
Mirza Jawad Maleki Tabrizi

??? - 11.12.1343 n.d.H.
1857 - 3.Juli 1925 n.Chr.

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Mirza Jawad Maleki Tabrizi war ein bedeutender Gelehrter [faqih], Mystiker, Ethiker und Lehrer der Selbstläuterung.

Er wurde 1857 n.Chr. in Täbriz geboren, erhielt dort seine frühe religiöse Ausbildung und ging später nach Nadschaf. Dort studierte er bei bekannten Gelehrten [faqih] wie Achund Chorasani, Mirza Husain Nuri, Agha Reza Hamadani und besonders bei Husayn Quli Hamadani, einem berühmten Meister der schiitischen Mystik [tasawwuf] und Ethik. Später kehrte er in den Iran zurück. Um 1903 ging er zunächst nach Täbriz. Wegen der unruhigen Lage während der konstitutionellen Revolution zog er um 1911 nach Qum. Dort lehrte er bis zu seinem Tod und wurde besonders für seine Unterrichtskreise in Ethik, Gottesnähe, innerer Läuterung und spiritueller Disziplin bekannt. Zu seinen wichtigsten Werken zählen:

bulletal-Muraqibat — über spirituelle Wachsamkeit und die religiösen Zeiten des Jahres
bulletRisalat Liqaʾ Allāh — „Abhandlung über die Begegnung mit Allah“
bulletAsrar as-Salah — über die inneren Geheimnisse des Gebets

In der schiitischen Tradition gilt er weniger als politischer Akteur, sondern vor allem als Lehrer der Mystik. Seine Schriften behandeln, wie ein Gläubiger [mumin] durch Gebet, Fasten [saum], Andacht und innere Reinigung ALLAH näherkommen soll. Er starb am 3. Juli 1925 (11. Dhul-Hidscha 1343) in Qum und wird dort besonders verehrt. Begraben ist er auf dem Schaychan Friedhof.

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