.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Motten sind eine Gruppe von Insekten, die zur Ordnung der
Schmetterlinge (Lepidoptera) gehören und im
Heiligen Quran erwähnt werden.
Sie werden im
Heiligen Quran als "zertreute Motten" vorgestellt, was als
Gleichnis für die Zustände der
Menschen
am
Tag des Gerichts illustrieren soll, wenn die
Menschen
in Aufruhr und Verwirrung sein werden. Die Metapher der
Motten, die vom Licht angezogen werden und in ihrer Bewegung
chaotisch erscheinen, dient dazu, die Zerbrechlichkeit und die
flüchtige Natur menschlichen Lebens im Angesicht des
göttlichen Urteils zu verdeutlichen.
In der
islamischen Poesie, insbesondere in der Lyrik der
Sufis
wird die Motte oft als Symbol für die vollkommene Hingabe und
die Selbstauflösung in der
Liebe
zu
ALLAH verwendet. Diese Symbolik stammt aus der
Beobachtung, dass Motten sich unwiderstehlich zum
Licht
[nur] hingezogen fühlen, selbst wenn dies ihren Untergang
bedeutet. Für
Dschalaleddin Rumi und viele andere Poeten der
Mystik [tasawwuf]
repräsentiert die Motte die
Seele [nafs]
des
Gläubigen [mumin], die sich nach der Vereinigung mit dem
Licht
[nur]
ALLAhs sehnt.
Die Motte, die sich in die Flamme stürzt, wird zu einem
kraftvollen Bild für die ekstatische
Liebe,
die jegliches Ego und weltliche Bindungen hinter sich lässt.
Diese Metapher unterstreicht die Idee, dass wahre spirituelle
Erleuchtung und die Nähe zu
ALLAH oft ein Pfad der Selbstaufopferung und der
vollständigen Hingabe ist.