.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Hudschat-ul-Islam Dr. Muhammad Husain Muchtari ist ein
iranischer Geistlicher, Akademiker und seit 2023 n.Chr.
Botschafter der
Islamischen Republik Iran beim Heiligen Stuhl im Vatikan.
Er ist am 14. Juni 1965 in Qaimschahr in
Mazandaran als Sohn von Haydar Ali geboren, ist
verheiratet und hat vier Kinder. Im Jahr 1977/8 im Alter von
zwölf Jahren begann er mit dem
Hawza-Studium
in der Hauwza-Ilmaya Imam Sadiq in Kutana in Qaimschahr.
1980/1 ging er zur weiteren Ausbildung nach
Qum.
Dort studierte er bis zum
Dars al-Charidsch (Oberstufenunterricht) unter
Ayatollah Fadhil Lankarani,
Ayatollah Mirza Dschawad Tabrizi,
Ayatollah Husain Wahid Chorasani,
Ayatollah Sayyid Musa Schubayri Zandschani und
Ayatollah Dschawadi-Amuli.
Parallel zur
Hawza-Ausbildung
holte er den modernen Schulabschluss nach und erhielt 1986/7
sein Diplom in
Qum.
Danach studierte er an der Universität Allama Tabatabaī und
absolvierte dort die Bachelor- und Masterstufe. 2003/4 ging er
nach England und erhielt 2007/8 einen Doktortitel in
westlicher Philosophie, Schwerpunkt Hermeneutik, von der
University of Durham. Er ist gleichzeitig Lehrer in
Qum
und unterrichtet inzwischen selbst
Dars al-Charidsch (Oberstufenunterricht).
Er ist zudem Professor der Philosophiegruppe am
Imam-Chomeini-Bildungs- und Forschungsinstitut in
Qum
und Leiter des Internationalen Forschungsinstituts Urwat
al-Wuthqa. Dort werden ihm 57 Konferenzbeiträge und 49
Zeitschriftenartikel zugeordnet.
Zu seinen Auslands- und Dialogarbeiten gehören die
Tätigkeit im Islamischen Zentrum Mailand und Gründung bzw.
Aufbau eines Schia-Studies-Zentrums an der Universität Durham.
Er übernahm Verantwortung im Islamic Centre of Newcastle und
war dessen Leiter
In der
Islamischen Republik Iran ist er Präsident der Universität
der Islamischen Rechtsschulen. Er ist auch Leiter des
Forschungsinstituts für Annäherungsstudien, stellvertretender
Forschungsleiter des Forschungsinstituts für islamische
Wissenschaft und Kultur und Vertreter des Präsidenten im
Kuratorium der Internationalen Ahl-al-Bayt-Universität. Er ist
zudem Autor zahlreicher Schriften.
Seit Oktober/November 2023 ist er Botschafter beim Vatikan.
Im Mai 2026 zeichnete Papst Pope Leo XIV ihn mit dem
„Piusorden“ aus. Nach Angaben aus vatikanischen Kreisen
erfolgte die Auszeichnung für den Einsatz im Bereich Frieden
sowie für die Förderung des interreligiösen Dialogs zwischen
Christen und
Muslimen.
Der Piusorden ist ein päpstlicher Ritterorden, also eine
vatikanische Auszeichnung, die vom Papst verliehen wird. Er
wurde er am 17. Juni 1847 durch Papst Pius IX. gestiftet bzw.
erneuert. Er wird vor allem für besondere Verdienste um den
Heiligen Stuhl, die Kirche oder diplomatische Beziehungen
verliehen.