Muchtari
Muhammad Husain Muchtari

Aussprache: muhammad-husayn muchtaariy
arabisch:
محمدحسین مختاری
persisch:
محمدحسین مختاری
englisch:
Mohammad Hossein Mokhtari

Foto: CGIE (ca. 2020 n.Chr.)

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Hudschat-ul-Islam Dr. Muhammad Husain Muchtari ist ein iranischer Geistlicher, Akademiker und seit 2023 n.Chr. Botschafter der Islamischen Republik Iran beim Heiligen Stuhl im Vatikan.

Er ist am 14. Juni 1965 in Qaimschahr in Mazandaran als Sohn von Haydar Ali geboren, ist verheiratet und hat vier Kinder. Im Jahr 1977/8 im Alter von zwölf Jahren begann er mit dem Hawza-Studium in der Hauwza-Ilmaya Imam Sadiq in Kutana in Qaimschahr. 1980/1 ging er zur weiteren Ausbildung nach Qum. Dort studierte er bis zum Dars al-Charidsch (Oberstufenunterricht) unter Ayatollah Fadhil Lankarani, Ayatollah Mirza Dschawad Tabrizi, Ayatollah Husain Wahid Chorasani, Ayatollah Sayyid Musa Schubayri Zandschani und Ayatollah Dschawadi-Amuli.

Parallel zur Hawza-Ausbildung holte er den modernen Schulabschluss nach und erhielt 1986/7 sein Diplom in Qum. Danach studierte er an der Universität Allama Tabatabaī und absolvierte dort die Bachelor- und Masterstufe. 2003/4 ging er nach England und erhielt 2007/8 einen Doktortitel in westlicher Philosophie, Schwerpunkt Hermeneutik, von der University of Durham. Er ist gleichzeitig Lehrer in Qum und unterrichtet inzwischen selbst Dars al-Charidsch (Oberstufenunterricht).

Er ist zudem Professor der Philosophiegruppe am Imam-Chomeini-Bildungs- und Forschungsinstitut in Qum und Leiter des Internationalen Forschungsinstituts Urwat al-Wuthqa. Dort werden ihm 57 Konferenzbeiträge und 49 Zeitschriftenartikel zugeordnet.

Zu seinen Auslands- und Dialogarbeiten gehören die Tätigkeit im Islamischen Zentrum Mailand und Gründung bzw. Aufbau eines Schia-Studies-Zentrums an der Universität Durham. Er übernahm Verantwortung im Islamic Centre of Newcastle und war dessen Leiter

In der Islamischen Republik Iran ist er Präsident der Universität der Islamischen Rechtsschulen. Er ist auch Leiter des Forschungsinstituts für Annäherungsstudien, stellvertretender Forschungsleiter des Forschungsinstituts für islamische Wissenschaft und Kultur und Vertreter des Präsidenten im Kuratorium der Internationalen Ahl-al-Bayt-Universität. Er ist zudem Autor zahlreicher Schriften.

Seit Oktober/November 2023 ist er Botschafter beim Vatikan. Im Mai 2026 zeichnete Papst Pope Leo XIV ihn mit dem „Piusorden“ aus. Nach Angaben aus vatikanischen Kreisen erfolgte die Auszeichnung für den Einsatz im Bereich Frieden sowie für die Förderung des interreligiösen Dialogs zwischen Christen und Muslimen.

Der Piusorden ist ein päpstlicher Ritterorden, also eine vatikanische Auszeichnung, die vom Papst verliehen wird. Er wurde er am 17. Juni 1847 durch Papst Pius IX. gestiftet bzw. erneuert. Er wird vor allem für besondere Verdienste um den Heiligen Stuhl, die Kirche oder diplomatische Beziehungen verliehen.

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