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Ayatollah Muhammad Mumin war
Geistlicher
der Islamischen Republik Iran und
Mitglied der
Expertenversammlung: Fünfte Periode.
Er ist am 23. Dey 1316 nach dem
Iranischen Sonnenkalender( 13. Januar 1938) in
Qum
geboren und am 2. Esfand 1397 (21. Februar 2019) in
Teheran. Er entstammte einer Geistlichenfamilie und begann
schon früh mit dem traditionellen Studium der islamischen
Wissenschaften an der
Hawza.
Seine Ausbildung umfasste klassische Fächer der Theologie und
Islamische Rechtswissenschaft [fiqh], einschließlich
Quran-Exegese, Wissenschaft der
Überlieferung [hadith],
Methodenlehre (Usul al-fiqh) und
Islamische Philosophie. Mumin studierte bei bekannten
Lehrern in
Qum
und gilt als hochqualifizierter
Rechtsgelehrter [mudschtahid]. Er galt als Experte des
Heiligen Quran.
Nach dem Sieg der
Islamischen Revolution von 1979 gehörte Mumin zu den
ersten Geistlichen, die in zentrale staatliche Organe berufen
wurden. Besonders wichtig war seine Rolle als Mitglied des
Wächterrat. Er war von 1362 (1983 n.Chr.) bis zu seinem
Tod 1397 (2019) ununterbrochen Mitglied dieses Rates.
Mumin war zudem mehrfach Mitglied der
Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan] ab 2006. Er
vertrat hierbei zunächst den Wahlkreis
Semnan
und später
Qum,
und wurde in mehreren Wahlperioden bestätigt. Er war auch Mitglied im
Schlichtungsrat.
Mumin galt als orthodoxer Gelehrter, der die traditionelle
Rechtswissenschaft hochhielt. Er vertrat eine starke
Interpretation der
Statthalterschaft des Rechtsgelehrten [wilayat-ul-faqih].
Seine theologischen und juristischen Positionen wurden in
Publikationen und Vorträgen verbreitet und haben praktische
Auswirkungen auf Gesetzgebung, Wahlmodalitäten und die
Überwachung staatlicher Institutionen gehabt.
Ayatollah Mumin verstarb am 2. Esfand 1397 (21. Februar
2019) in
Teheran. Seine Bestattung erfolgte im
Mausoleum der Fatima Masuma in
Qum.