.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Maytham Muti'i (Meysam Motiee) ist ein iranischer Trauersänger
und Dozent an der
Imam Sadiq Universität.
Er gehört zu den ausgewählten Rezitatoren bei Zeremonien im
Haus
Imam Sayyid Ali Chameneis und in seiner Anwesenheit
mehrfach gesungen hat. In seinen Trauergesang-Rezitationen
verweist Maytham Muti'i auch auf Themen im Zusammenhang mit
der
Achse des Widerstands sowie auf andere politische und
gesellschaftliche Fragen.
Er ist am 8. Juli 1984 (17. Tir 1363) in Semnan geboren und
wuchs in einer religiösen Familie auf. Sein Vater war einer
der Aktivisten der
Islamische Revolution und starb im Jahr 2004. Sein Onkel
wurde im
Irak-Iran-Krieg getötet. Maytham Muti'i ist verheiratet
und hat drei Söhne. Er erhielt seinen Vornamen in Anlehnung an
Maitham at-Tammar.
Motiee begann seine ersten Tätigkeiten in den religiösen
Sitzungen von
Ayatullah Mudschtaba Tehrani. Er gehört zu den Gründern
des Büros zur Bewahrung und Verbreitung der Werke
Ayatullah Mudschtaba Tehranis und war auch der erste
Geschäftsführer dieser Einrichtung. In einem Interview
erklärte Maytham Muti'i, dass er aufgrund der Lehren seines
Ethiklehrers
Ayatullah Mudschtaba Tehrani lange Zeit darauf verzichtet
habe, Angebote für Trauergesangs-Auftritte im staatlichen
Rundfunk und Fernsehen sowie Interviews mit Medien anzunehmen.
Maytham Muti'i war nicht nur Schüler von
Ayatullah Mudschtaba Tehrani, er promovierte auch in
Quran- und Hadithwissenschaften an der
Imam Sadiq Universität. Aufmerksamkeit erregte er durch
das Vortragen eines Gedichts bei der Zeremonie vor dem
Festgebet zum
Fitr-Fest zum 26. Juni 2017 in
Teheran unter der Leitung
Imam
Sayyid Ali Chameneis, in dem er den JCPOA/Atomdeal und die
Positionen der damaligen Regierung von
Hasan Ruhani kritisierte.
Die Behandlung aktueller Themen der islamischen Welt und
der
Achse des Widerstands, der politischen und
gesellschaftlichen Ereignisse in ihrem Umfeld sowie der Kriege
im Irak,
in
Syrien , im
Jemen
und in
Bahrain und deren Verbindung mit den Ereignissen von
Aschura gehören zu den nahezu festen Themen in Maytham
Muti'is Trauergesangs-Rezitationen. Einige dieser
Rezitationen, die teils auf Arabisch vorgetragen wurden,
fanden unter arabischen
Schiiten beträchtliche Resonanz. Unter anderem ist ein
Gesang gegen den IS sehr berühmt geworden. Maytham Muti'i
schrieb auch kritische Gedichte gegen die Regierung. Bekannt
sind seine Verse, die gegen einen Präsidenten gerichtet waren:
„O du, der du in der ersten Reihe sitzt, verliere dich
nicht selbst,
noch immer warten diese Menschen auf dein Handeln.
Nur für einige Tage trägst du dein Amt als anvertrautes Gut;
halte deine Stellung nicht für deine eigene Beute.
Wir sind nicht diejenigen, die Schüler des Westens werden,
die bei jeder Versuchung vom Westen verbrannt werden.
Der Palastbewohner wird eine Ohrfeige vom Hüttenbewohner
erhalten,
und der Landräuber wird am Ende Erde fressen.“
Maytham Muti'i reiste viel in der Welt umher, um auch
isolierte
islamische Gemeinden unter anderem in der
Westlichen Welt zu ehren. In diesem Rahmen kam er Ende der
den 2010er Jahre nach Deutschland und besuchte unter anderem
die
Al-Mustafa Gemeinschaft e.V. in Bremen. Inder
Verbotsverfügung zum Verbot der
Al-Mustafa Gemeinschaft e.V. in Bremen wurde unter anderem
dieser Besuch als Begründung für das Verbotsverfahren erwähnt.

Zusammen mit
Imam
Sayyid Ali Chamenei
(khamenei.ir, 2025 n.Chr.)