.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Die „Nationale Woche der Menschen mit Behinderungen“ in der
Islamischen Republik Iran ist eine jährlich stattfindende
Aktions- und Aufklärungswoche, die der Würdigung,
Unterstützung, Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Teilhabe
von Menschen mit Behinderungen gewidmet ist.
Es handelt sich um eine landesweite Kampagnen- und
Aktionswoche, in der Rechte von Menschen mit Behinderungen
thematisiert werden, Einrichtungen, Hilfen und Sozialdienste
vorgestellt werden, Probleme und Barrieren angesprochen
werden, staatliche Programme präsentiert werden und NGOs und
Aktivisten Veranstaltungen durchführen.
Die Woche wird von Regierungsstellen, Kommunen,
Wohlfahrtsverbänden und Behindertenorganisationen begleitet.
Die Woche findet jährlich zwischen dem 12. bis 19. Azar (3.
und 10. Dezember) statt. Der Zeitraum schließt bewusst den
internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen der UN (3.
Dezember) ein. Hauptorganisatoren sind die State Welfare
Organization of Iran (سازمان بهزیستی کشور) – die zentrale
sozialstaatliche Behörde, lokale Behörden und Rathäuser,
Behindertenvereine, Stiftungen und Rehabilitationszentren
sowie Universitäten und Schulen.
Das Ziele der Woche sind die Bekämpfung von Stigmatisierung
und Diskriminierung, die Förderung der Inklusion im Bildungs-,
Arbeits- und Sozialbereich, die Sensibilisierung der
Öffentlichkeit für Bedürfnisse und Rechte, die Stärkung
politischen Drucks für Barrierefreiheit und Gesetzesreformen
sowie die Präsentation von Hilfsmitteln, Technologien und
Rehabilitationsangeboten.
Zu den typische Aktivitäten zählen:
Der Iran hat 2009 das UN-Übereinkommen über die Rechte von
Menschen mit Behinderungen (CRPD) ratifiziert. Die nationale
Woche dient als Gelegenheit, Fortschritte und Versäumnisse zu
thematisieren.
Wiederkehrend kritisiert werden: mangelnde Barrierefreiheit
im öffentlichen Raum, geringe Beschäftigungsquoten,
Umsetzungsprobleme bei Unterstützungsleistungen,
wirtschaftliche Benachteiligung und geringe staatliche
Budgets.
Sie wird in ihrer heutigen Form seit Anfang der 2000er
Jahre regelmäßig begangen. Die Wurzeln reichen jedoch weiter
zurück. In den 1990er Jahren gab es das erste nationale
Ereignisse zum Thema Behinderung. Im Jahr 2009 erfolgte die
Ratifizierung des UN-Behindertenrechtskonvention. Ab ca. 2010
gibt es die feste Verankerung als jährliche „nationale Woche“.
