Saim Özeren
Saim Özeren

Aussprache: ßaaim uuzaran
arabisch:
صائم أوزَرَن
persisch:
سایم اوزرن
englisch:
Saim Ozeren

1900 - 1964 n.Chr.

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Saim Özeren war ein türkischer Maler und Kunstpädagoge, der in der Übergangszeit von der späten Osmanenzeit zur frühen Republik eine eher „leise“, aber kunsthistorisch gut verortbare Rolle spielte.

Er wird vor allem mit Landschaftsmalerei (Anatolien/Istanbul), Galatasaray-Ausstellungen und der staatlich geförderten „Ressamların Yurt Gezileri“ (Initiative Maler-Heimatreisen) in Verbindung gebracht.

Er ist 1900 in Istanbul geboren. Er absolvierte die Güzel Sanatlar Akademisi / Sanayi-i Nefise (Istanbul) und schloss 1926 ab. Im Anschluss arbeitete er unter anderem in der Werkstatt von Ibrahim Tschalli (İbrahim Çallı). Bereits 1924 stellte er in einer Ausstellung der jungen Malergeneration („Yeni Resim Cemiyeti“/ähnlicher Kontext) aus. Er war in den Galatasaray-Ausstellungen präsent, dem wichtigsten Ausstellungsforum für moderne türkische Malerei in jener Zeit. Özeren war nicht nur Maler, sondern lange auch Kunstlehrer mit Lehrtätigkeiten unter anderem in Erzurum, Trabzon und Istanbul.

Ein zentraler Karrierepunkt ist seine Teilnahme an den staatlich/halb-staatlich organisierten Heimatreisen (ab 1938), bei denen Künstler in anatolische Regionen entsandt wurden, um Landschaft, Dorfleben und „nationale“ Motive zu malen.

Özeren wurde 1938 nach Konya entsandt. Zeitzeugen- bzw. Archivmaterial (SALT Galata) berichtet zu dieser Konya-Entsendung auch von praktischen Restriktionen und Schwierigkeiten vor Ort (z. B. Bewegungs-/Zugangsprobleme zu Dörfern), was die reale Arbeitslage dieser Programme gut illustriert.

Kunsthistorisch wird er in populären Darstellungen häufig in der Nähe der frühen republikanischen Generation/Impressionismus-Nachwirkungen verortet. Er ist 1964 n.Chr. gestorben.

In der türkischen Presse wurde er als „vergessener“ Maler bezeichnet; 2008 gab es eine Initiative (Ausstellung/Publikation) zu seinem 100. Geburtstag, die ihn wieder stärker sichtbar machte.

Sein Gemälde mit einer Landschaft in Erzurum befindet sich im Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara (siehe Foto).

Foto Y.Özoguz (2014 n.Chr.)

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