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Die Panayia Kirche in
Istanbul im Stadtteil Beschiktasch (Beşiktaş) ist
eine griechisch-orthodoxe Kirche mit einer langen Geschichte,
die bis in die Zeit von
Byzanz
zurückreicht.
Sie gehört zu den ältesten christlichen Sakralbauten im
europäischen Teil
Istanbuls, die auch nach der Eroberung durch die
Osmanen weiterbestehen durften
oder wiedererrichtet wurden. Der Begriff Panayia (Παναγία) ist
ein griechisches Epitheton für die
Heilige Maria (a.) und bedeutet „Allheilige“.
Häufig wird als vollständiger Name Panayia Koumariotissa,
Panayia Evangelistria oder ein anderer marianischer Beiname
angegeben. Die genaue Bezeichnung kann je nach Quelle
variieren. Auf Türkisch wird sie oft einfach genannt: Panayia
Rum Ortodoks Kilisesi (Beşiktaş)
Die Kirche befindet sich auf der europäischen Seite
Istanbuls im Stadtteil
Beschiktasch (Beşiktaş) nahe dem
Bosporus. In dem Ortsteil lebten früher viele Rum
(griechisch-orthodoxe) Christen.
Die Geschichte der Kirche reicht vermutlich bis in die
Zeit von
Byzanz zurück. In der
Zeit der
Osmanen wurde sie mehrfach
erneuert oder wiederaufgebaut. Die aktuelle Struktur stammt
wahrscheinlich aus dem 19. Jh. n.Chr. Sie diente der
griechisch-orthodoxen Gemeinde von Beşiktaş, die bis ins 20.
Jahrhundert relativ zahlreich war. Heute ist die Kirche meist
nur zu besonderen Anlässen oder Feiertagen geöffnet, da die
griechisch-orthodoxe Bevölkerung in
Istanbul stark geschrumpft ist. Sie steht unter der
Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchats von
Konstantinopel
.
Die Architektur weist klassische Merkmale der
griechisch-orthodoxen Kirchen auf wie eine Kuppel über dem
Hauptschiff, Ikonostase (Ikonenwand) im Inneren und oft ein
schlichtes Äußeres. Aufgrund der heutigen Stadtdichte ist sie
von Wohnhäusern umgeben und nicht leicht von der Straße
sichtbar.

Foto Y.Özoguz (2015 n.Chr.)