Führungsrat

Foto IRNA (2026 n.Chr.)

Provisorischer Islamischer Führungsrat

Aussprache: al-idraak al-musbaq
arabisch:
مجلس القيادة المؤقت
persisch:
شورای موقت رهبری جمهوری اسلامی ایران
englisch:
Interim Leadership Council

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Der „Provisorische Islamische Führungsrat“ oder „Interims-Führungsgremium“ ist ein in der Verfassung der Islamischen Republik Iran verankerter Übergangsrat bis zu Bestimmung eines neuen Statthalter des Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih] nach dem Dahinscheiden des Vorgängers.

In Artikel 111 heißt es dazu:

„Im Falle des Ablebens, des Rücktritts vom Amt oder der Amtsenthebung des islamischen Oberhauptes wird die Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan] die Ernennung eines neuen islamischen Oberhauptes zügig durchführen. Während dieser Zeit wird ein Rat, der sich aus dem Präsidenten, dem Leiter der Judikative (Oberster Richter) und einem Juristen aus dem Wächterrat auf Beschluss des Schlichtungsrates provisorisch die Pflichten des islamischen Oberhauptes übernehmen. Im Falle, dass einer von ihnen nicht in der Lage ist, diese Pflichten zu erfüllen, aus welchem Grund auch immer, wird vom Schlichtungsrat eine andere Person bestimmt unter gebührender Berücksichtigung einer Mehrheit von Juristen im (provisorischen Islamischen Führungs-)rat.“

Nach der Gründung der Islamischen Republik Iran wurde dieser Rat erstmalig am 1.3.2026 aktiviert nach Ermordung Imam Chameneis durch die USA und Israel, da die unmittelbare Zusammenkunft der Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan] bedingt durch den Krieg und Flugverbotszone erschwert war.

Foto: „Provisorische Islamische Führungsrat“ bestehend aus (von links) Oberhaupt der Justiz Ayatullah Ghulam-Husain Muhsini Ijai, Präsident Masud Pazaschkian, und dem Vertreter des Wächterrats Ayatullah Ali Ridha Arafi.

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