.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Qalamzani oder Ghalamzani ist eine traditionelle persische
Kunstform der Metallgravur und -prägung, bei der kunstvolle
Muster und Bilder in Metalloberflächen eingraviert oder
gehämmert werden.
Das Wort „Qalamzani“ stammt vom persischen Wort „qalam“
(قلم), was „Stift“ oder „Gravurwerkzeug“ bedeutet, und „zani“
(زنی), was „Schlagen“ oder „Gravieren“ heißt.
Die Kunst wird oft auf Kupfer, Silber oder Messing
ausgeführt. Die Oberflächen werden mit Mustern, Symbolen oder
Szenen verziert, die oft aus der persischen Mythologie, Natur,
Jagdszenen oder historischen Ereignissen stammen. Ein Künstler
zeichnet zuerst das Muster auf die Metalloberfläche und
graviert dann mit einem Hammer und speziellen Meißeln feinste
Linien und Details ein. Manche Teile werden durch Prägungen
und verschiedene Schlagtechniken hervorgehoben, was ein
dreidimensionales Aussehen schafft.
Qalamzani wird für dekorative und religiöse Gegenstände
verwendet, wie z. B. Vasen, Tabletts, Schalen, Schilder und
Türen in Moscheen. Auch Schmuckstücke und andere
Ziergegenstände können in dieser Technik verziert sein.
Die Ghalamzani-Kunst ist in der iranischen Kultur tief
verwurzelt und gilt als wichtiges Kulturerbe, das
handwerkliches Geschick und Liebe zum Detail vereint.