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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Al-Qarafa, auch bekannt als „Kalifengräber“ oder „Totenstadt“
ist der Name der großen historischen Nekropole von
Kairo.
Die „Totenstadt“ ist kein einzelner Friedhof, sondern ein
riesiges Areal aus mehreren historischen Nekropolen, das sich
über mehrere Kilometer erstreckt. Das feld liegt entlang der
östlichen Randgebiete
Kaios
(am Mokattam-Gebirge) und wird seit der frühen islamischen
Zeit (ab 7. Jh. n.Chr.) bis heute aktiv als Begräbnis- und
teilweise Wohngebiet genutzt.
Der Begriff „Kalifengräber“ ist eine ältere europäische
Bezeichnung und meint die Vielzahl monumentaler Grabkomplexe
von Herrschern und Eliten, darunter: Sultane (vor allem
Mamluken), Emire und religiöse Autoritäten. Echte
Kalifen
waren nicht dabei.
Typisch für die Anlage sind Kuppelmausoleen (Grabgebäude
mit markanter Silhouette) als Kombination aus Grab-Moschee und
Stiftung mit
Madrasa und
Moscheebrunnen (Schadrivan).
Der Eigenname al-Qarafa geht wahrscheinlich auf den Namen
eines arabischen Stammes (Banu Qarafa) zurück. Daher ist es
kein ursprünglich beschreibender Begriff, sondern ein
historischer Ortsname. Die Übersetzungen („Totenstadt“ usw.)
sind interpretierend, nicht wörtlich.

Kalifengräber, aus „Die sechs Bücher der
Kunst - Orient“ 1910 n.Chr.