Martinus Rorbye
Martinus Rorbye

Aussprache: maartiynuus ruurbya
arabisch:
مارتينوس روربيِه
persisch:
مارتینوس روربیه
englisch:
Martinus Rørbye

??? - ??? n.d.H.
17.5.1803 - 29.8.1848 n.Chr.

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Martinus Christian Wesseltoft Rørbye (1803–1848) war einer herausragenden Persönlichkeit der dänischen Goldenen Ära.

Er ist am 17. Mai 1803 in Drammen (heute Norwegen), damals Dänemark geboren. Seine Eltern waren Dänen, die 1815 nach Dänemark zurückgekehrt sind.

Ab 1820 studierte er an der Königlichen Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen bei Christian August Lorentzen und Christoffer Wilhelm Eckersberg. Für seine Werke wurde er mehrfach mit Silbermedaillen ausgezeichnet (1824 & 1828), 1829 n.Chr. und er erhielt die kleine Goldmedaille für „Christus heilt den Blinden“.

Zwischen 1834 und 1837 befand er sich auf großer Studienreise durch Frankreich, Italien, Griechenland bis nach Istanbul. Er gilt als erster dänischer Maler der Szenen in Skagen, Rom, Athen und Istanbul skizzierte. Seine Reisejournale gelten als aussagekräftige Quellen zu Kunst, Gesellschaft und Alltagsleben in jener Epoche.

Seine Stilmerkmale waren realistische Wiedergabe, subtile Lichtführung, starke Farben und hohe atmosphärischer Sensibilität. Zu seinen bedeutenden Werken gehört „Ein türkischer Notar vor der Kılıç Ali Paşa Moschee (Tophane)“ (1837), ethnografisch reich detaillierter Blick auf osmanisches Alltagsleben. Für diese Szene erhielt er die Thorvaldsen-Medaille.

Im Jahr 1838 wurde sein gemaltes Studienbild an die Akademie aufgenommen und er wurde Mitglied, 1839 heiratete er Rose Frederikke Schiøtt. Ab 1844 war er Professor an der Akademie in Kopenhagen und beteiligt an der Planung von Lehrtätigkeit und Unterricht an der Modellschule. Gesundheitliche Probleme führten zu frühzeitigem Tod am 29. August 1848 im Alter von 45 Jahren. Seine Frau zeigte 1849 mehrere seiner Bilder öffentlich.

Sein Gemälde über den türkischen Notar heißt in der Türkei: „Ein türkischer Notar, der vor der Kılıç-Ali-Pascha-Moschee in Tophane (Istanbul) einen Ehevertrag aufsetzt“. Das Gemälde hing zeitweise im Teppichmuseum Istanbul, gehört aber zum Bestand der Bridgeman Kunstbibliothek.

Foto: Y.Özoguz (2015 n.Chr.)

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