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Habibullah Sadiqi war ein war ein iranischer Maler, Grafiker,
Karikaturist, Kunstdozent und Kulturfunktionär.
Er zählt zur sogenannten Generation der iranischen
„Revolutionskünstler“, also Künstlern, die nach 1979 stark mit
der visuellen Sprache der
Islamischen Revolution und später des
Irak-Iran-Krieges verbunden waren.
Er wurde am 7. Mai 1957 in
Teheran geboren und starb am 27. Juli 2022. Sadiqi begann
schon als Kind zu malen. Er studierte zwischen 1973 und
1975/76 an der Tehran School/Fine Arts Academy und
anschließend an der Fakultät der Schönen Künste der
Universität Teheran. 1983 schloss er dort mit einem
Bachelor in Malerei ab. Spätere Profile nennen außerdem höhere
Abschlüsse bis hin zu einem PhD im Bereich Kunstforschung.
Künstlerisch ist er vor allem als figurativ-symbolischer
Maler bekannt. Seine Werke behandeln häufig Themen wie
Islamische Revolution, Krieg, Märtyrertum, religiöse
Symbolik, Widerstand und kollektive Erinnerung.
Er war auch institutionell einflussreich: Ab 2001 war er
Mitglied der Iranian Academy of Arts; ab 2004 leitete er
mehrere Jahre das Tehran Museum of Contemporary Art. In
internationalen Berichten wurde er damals als konservativ
geprägter Maler und Museumsdirektor beschrieben, der nach
einer liberaleren Phase des Museums wieder stärker
ideologische Akzente setzte.
Im Jahr 2021 n.Chr. wurde eines seiner revolutionären Werke
in einer Reihe von Künstler-Briefmarken der
Islamischen Republik Iran als 18000 Rial-Marke
herausgegeben. In dem Gemälde thematisiert er das
Mekka Massaker 1987.
