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Die St.-Johannes-Kirche in
Maragha ist die bekannteste und heute einzige erhaltene
Kirche in der Stadt
Maragha und gilt als zentrales Zeugnis der historischen
armenischen Präsenz in der Region.
In iranischen Kultur- und Tourismusdarstellungen wird die
Kirche ausdrücklich als armenisch-katholisch beschrieben; der
Name wird dabei auf Johannes (Yuhanna), einen der Apostel
Jesu, zurückgeführt, der im Armenischen „Hovhannes“ heißt.
Zur Baugeschichte werden zwei Ebenen unterschieden: ein
älterer, sehr früher Vorgängerbau, der im Lauf der Zeit durch
Naturereignisse und Erosion beschädigt bzw. zerstört worden
sein soll, und ein heutiger Bauzustand, der in Quellen häufig
mit dem Jahr 1840 n.Chr. (Zeit der
Qadscharen) verbunden wird.
Mehrere Quellen betonen, dass die Kirche während der Zeit
der
Ilchane einen besonderen Status gehabt habe, sei aber
später wegen Abwanderung der armenischen Bevölkerung in andere
Städte weniger genutzt worden.
Die Architektur wird als eine schlichte, rechteckige Anlage
mit Ziegelfassade (Backstein) und funktional klaren Bauformen
beschrieben, wie sie für viele christliche Sakralbauten im
nordwestiranischen Raum (insbesondere in späteren Umbauphasen)
typisch sind. Zu den Bestandteilen zählen neben dem
eigentlichen Kirchenraum auch Nebensektionen (u. a.
Schul-/Gemeindebezüge und ein Altarbereich).
Die Kirche wird heute vor allem als Kulturdenkmal und
armenisches Erinnerungszeichen wahrgenommen; die aktive
Nutzung ist nach Quellenlage eher begrenzt. In den letzten
Jahren wurde über Restaurierungs- und Sicherungsmaßnahmen
berichtet