.Bücher
von Allama Tabatabai finden Sie im Verlag Eslamica.
Sari Siddika (Sarı Sıdıka) ist nach der lokalen
Istanbuler Legende eine byzantinische Prinzessin namens
Katerina, die Tochter eines Kaisers namens Konstantin, die zum
Islam
übergetreten sein soll.
Nach ihrer Konversion habe sie den Namen Siddika (Sıdıka)
angenommen. Sarı bedeutet auf Türkisch „gelb/blond“ oder kann
auch als volkstümlicher Beiname verstanden werden.
Im Zusammenhang mit der
Sümbül-Efendi-Moschee (Koca-Mustafa-Pascha-Moschee) wird
erzählt, dass ihr Grab im Hof bzw. nahe beim Eingang der
Moschee liege. Mehrere türkische Darstellungen verbinden
sie mit der Legende der sogenannten Çifte Sultanlar — zwei
weiblichen Nachkommen
Imam Husains, die in byzantinische Gefangenschaft geraten
und in das damalige Andreas-Kloster gebracht worden seien.
Katerina soll von ihnen so beeindruckt gewesen sein, dass sie
selbst
Muslima wurde.
Historisch ist das nicht gesichert. Die Grabstelle weist
ausdrücklich darauf hin, dass die Inschrift sie zwar als
Tochter eines byzantinischen Kaisers Konstantin namens
Katerina darstellt, aber nicht sagt, welcher Konstantin
gemeint sei. Außerdem war Konstantin XI., der letzte
byzantinische Kaiser, kinderlos. Daher gelten diese
Erzählungen quellenkritisch als lokale fromme Legende und
nicht als gesicherte byzantinische Geschichte.