Im
Osmanischen Reich wurde der Begriff ab dem 16. Jh. n.Chr.
für den höchsten militärischen Rang verwendet. Der Serasker
war zunächst der oberste Feldherr des Sultans, besonders bei
größeren Feldzügen. Ab dem 17. Jh. n.Chr. entwickelte sich
daraus das ständige Amt eines Kriegsministers, das die
Nachfolge des Oberkommandierenden der
Janitscharen antrat, nachdem das
Janitscharen 1826 aufgelöst worden sind.
Das Seraskerât (Seraskerlik) wurde in der
Tanzimat-Zeit (ab 1839) zur zentralen militärischen
Behörde – also zum Verteidigungsministerium des
Osmanischen Reiches. Der Serasker war: Oberbefehlshaber
der Landstreitkräfte, Mitglied des Staatsrats (Meclis-i Vâlâ),
und hatte direkten Zugang zum Sultan.
Im 19. Jh. n.Chr., etwa zur Zeit von
Mustafa Nuri Pascha (1798–1879), war der Serasker der
höchste militärische Funktionsträger des Reiches. In dieser
Zeit wurden viele administrative und organisatorische Reformen
des Heeres über den Serasker abgewickelt (z. B. Modernisierung
nach europäischem Vorbild).
Der Sitz des Seraskers war im Seraskerlik-Gebäude in
Istanbul (heute
Universität Istanbul).