Serasker
Serasker

Aussprache: saraskar
arabisch:
سراسر
persisch:
سرعسكر
englisch: Serasker

Foto: Serasker Mustafa Nuri Pascha

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Der Begriff Serasker bezeichnete im Osmanischen Reich einen hochrangigen Militärbefehlshaber, später den Kriegsminister oder Oberbefehlshaber der Armee.

Die Wortherkunft ist aus dem Persischen سرعسكر‎ (sar-‘askar), zusammengesetzt aus

bulletسر (sar) = „Kopf“, „Oberhaupt“
bulletعسكر (‘askar) = „Armee“, „Heer“ → wörtlich also „Heerführer“ oder „Oberhaupt des Heeres“.

Im Osmanischen Reich wurde der Begriff ab dem 16. Jh. n.Chr. für den höchsten militärischen Rang verwendet. Der Serasker war zunächst der oberste Feldherr des Sultans, besonders bei größeren Feldzügen. Ab dem 17. Jh. n.Chr. entwickelte sich daraus das ständige Amt eines Kriegsministers, das die Nachfolge des Oberkommandierenden der Janitscharen antrat, nachdem das Janitscharen 1826 aufgelöst worden sind.

Das Seraskerât (Seraskerlik) wurde in der Tanzimat-Zeit (ab 1839) zur zentralen militärischen Behörde – also zum Verteidigungsministerium des Osmanischen Reiches. Der Serasker war: Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte, Mitglied des Staatsrats (Meclis-i Vâlâ), und hatte direkten Zugang zum Sultan.

Im 19. Jh. n.Chr., etwa zur Zeit von Mustafa Nuri Pascha (1798–1879), war der Serasker der höchste militärische Funktionsträger des Reiches. In dieser Zeit wurden viele administrative und organisatorische Reformen des Heeres über den Serasker abgewickelt (z. B. Modernisierung nach europäischem Vorbild).

Der Sitz des Seraskers war im Seraskerlik-Gebäude in Istanbul (heute Universität Istanbul).

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