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Die Sümbül-Efendi-Moschee ist eine
Moschee im europäischen Teil von
Istanbul. Sie ist auch in Anlehnung an den Stadtteil des
Standortes als Koca-Mustafa-Pascha-Moschee bekannt.
Früher war der Kokmplex ein Kloster namens „Ayios Andreas
en te Krisei“ oder kurz: „Kloster des heiligen Andreas“.
Der offizielle Name des Komplexes lautet: Pîr Yusuf Sümbül
Sinan Âsitânesi. Heute ist er im Volksmund als
Sümbül-Efendi-Moschee oder Sümbül-Efendi-Schrein (Türbe)
bekannt. Es handelt sich um ein religiöses Bauwerk aus der
oströmischen Zeit im Istanbuler Stadtteil Kocamustafapaşa.
Wann das Kloster errichtet wurde, ist nicht
bekannt. Die darin befindlichen Bauteile und Kapitelle aus dem
6. Jh.n.Chr. belegen jedoch, dass sich an diesem Ort im 6. Jh.
eine christliche Gebetsstätte befand. Besonders die
korinthischen Säulenkapitelle weisen Ähnlichkeiten mit
charakteristischen Beispielen der frühbyzantinischen
Architektur in
Istanbul auf. Das Kloster erhielt seinen Namen von dem
Apostel „Hagios Andreas en te Krisei“, von dem geglaubt wurde,
er habe das byzantinische Volk zum
Christentum geführt.
Während der ikonoklastischen Bewegung wurde das Gebäude
stark beschädigt. Im byzantinischen Bilderstreit (726–787
n.Chr. und 814–842 n.Chr.) erlitt der Bau erhebliche Schäden.
Insbesondere ein großer Teil der Fresken und Ikonen im
Innenraum wurde zerstört. Nach der lateinischen Besetzung
wurde er umfassend instand gesetzt, und die Kirche, die heute
den Kern der Koca-Mustafa-Pascha-Moschee bildet, wurde
errichtet. Bis zur Eroberung
Konstantinopels diente das Gebäude als Kloster und Kirche.
Im Jahr 1486 n.Chr. wurde das Ayios-Andreas-Kloster während
der Regierungszeit
Bayezit II. durch den Großwesir Koca Mustafa Pascha in
eine
Moschee umgewandelt. Bei dieser Umgestaltung wurden dem
Klosterbau eine
Kanzel
[minbar], eine
Gebetsnische [mihrab] und hölzerne Ergänzungen
hinzugefügt. Außerdem wurden um die
Moschee herum eine
Tekke
des
Chalwatiyya/Halveti
Ordens und eine
Madrasa errichtet.
Die Anlage besitzt drei Hoftore und zwei Eingangstore. Die
Eingangstore befinden sich in einem verglasten Bereich. Diese
Tore öffnen sich zum Vorraum vor dem Eintritt in den
Gebetsraum. Von dort gelangt man durch zwei Türen in die
Moschee. Das
Vortragspodium [kursi], die
Kanzel
[minbar] und die
Dikka (Mahfil)
sind aus Holz. Die Marmorinschrift zwischen den beiden Türen
blickt auf den
Moscheebrunnen (Schadrivan) in der Mitte des Hofes. Beim
Eingang durch das Kocamustafa-Tor befinden sich rechts und
links Gräberfelder sowie rechts ein verlassenes Holzhaus. Das
Haus ist inzwischen restauriert worden.
Die Kuppel ruht auf vier Säulen. Die Säulenkapitelle sind
mit Blattwerk und Monogrammen versehen. Das
Minarett befindet sich in der Mitte. Rechts liegt der
Schrein der Safiye Sultan. Im Hof befinden sich die Schreine
der großen Persönlichkeiten der Sümbülîye, darunter vor allem
Pîr Yusuf Sümbül Sinanüddîn Efendi, der Begründer des
Sümbülîye-Zweigs der
Chalwatiyya,
der 1493 n.Chr. starb.
Sümbül Efendi war der Gründer des Sümbülîye-Zweigs des
Chalwatiyya-Ordens
und wirkte viele Jahre in dem um die
Moschee eingerichteten Derwischkonvent als spiritueller
Lehrer. Sein Schrein befindet sich im Hof der
Moschee und besitzt in der
Chalwatiyya-Tradition
große Bedeutung. Zwischen der Sümbül-Efendi-Schrein und dem
Moscheebrunnen (Schadrivan) stehen eine unter Schutz
gestellte, 500 Jahre alte Zypresse sowie daneben ein
historischer Brunnen aus weißer Marmorsäule.
Im Hof der Koca-Mustafa-Paşa-Moschee steht eine Platane,
von der überliefert wird, sie sei 2000 Jahre alt. Unter ihr
befinden sich die Gräber von zwei weiblichen Nachkommen
Nachkommen
Imam Husains (a.). Damit gilt der Schrein als eine Art
Imamzade in
Istanbul.
Außerdem befindet sich im Hof das Grab von Konstantins
Tochter Katerina, die nach ihrem Übertritt zum
Islam
den Namen
Sari
Siddika angenommen haben soll.

Foto: ca. 2020 (KI-optimiert)