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Der Sultan Ahmet Grundschule (Sultan Ahmet Sıbyan Mektebi) war
eine osmanische Grundschule, die Teil des größeren
architektonischen und sozialen Komplexes (Külliye) der
Blauen Moschee (Sultan-Ahmet-Moschee) in
Istanbul ist.
Ein Sıbyan Mektebi war im
Osmanisches Reicn die grundlegende Bildungseinrichtung für
Kinder, vergleichbar mit einer elementaren Grundschule. Der
Begriff „sıbyan“ bedeutet „Kinder“, und „mekteb“ heißt
„Schule“. Schüler im Alter von etwa 5 bis 10 Jahre n lernten
hier Lesen und Schreiben (besonders das arabische Alphabet),
Rezitation des
Heiligen Quran, Grundzüge des
Islams,
oft auch etwas Rechnen. Das Ziel war die religiöse
Grundbildung und elementare Alphabetisierung. Kinder ärmerer
Familien erhielten Stipendien, wenn sie ihre Kinder zur
Ausbildung freistellten.
Das Gebäude wurde im Zeitraum zwischen 1609 und 1616 n.Chr.
im Zusammenhang mit dem Gesamtkomplex erbaut. Der Sıbyan
Mektebi liegt direkt neben dem Gelände der
Sultan-Ahmet-Moschee.
Architektonisch handelt es sich oft um ein kleines,
kuppelüberdachtes Gebäude mit separaten Eingängen und
schlichter Innenausstattung, angepasst an den Unterricht
kleiner Gruppen.
Bedeutung heute Der Sultan Ahmet Sıbyan Mektebi wird heute
nicht mehr als Schule genutzt, sondern ist Teil des
kulturellen und historischen Erbes des Moscheekomplexes. Im
Gebäude befindet sich unter anderem ein kleiner Konferenzraum
und eine Touristeninformation.

Foto Y.Özoguz (2015 n.Chr.)