Qadhi Tabatabai
Qadhi Tabatabai

Aussprache: sayyid qaadhhiy tataatabaay
arabisch:
سید قاضی طباطبایی
persisch:
سید قاضی طباطبایی
englisch:
Seyid Qazi Tabatabaei

1914 - 1.11.1979 n.Chr.
??? - ??? n.d.H.

.Bücher von Allama Tabatabai finden Sie im Verlag Eslamica.

Sayyid Muhammad Ali Qazi Tabatabai war ein Gelehrter [faqih] und Politiker der Islamischen Republik Iran.

Er war der erste Freitagsgebets-Imam für Täbriz und Vertreter des Statthalterschaft des Rechtsgelehrten [wilayat-ul-faqih] in Ost-Aserbaidschan. Er wurde 1914 n.Chr. in einer gläubigen muslimischen Familie in Täbriz geboren. Er war Mitglied der Partei der Muslimischen Volksrepublik in Täbriz.

Im Jahr der Islamischen Revolution, am 1. November 1979, wurde er von der Terrororganisation Furqan ermordet, als er in Täbriz betete. Während der Gebetspredigt sagte er: „Sie drohen, mich zu töten, ich habe keine Angst vor dem Märtyrertum und ich bin dazu bereit.“ Er wird zuweilen als der erste Märtyrer der Gebetsnische genannt.

Die Islamische Republik Iran widmete ihm eine Gedenkbriefmarke.

Nachdem er seine Vorbildung von seinem Vater, Haj Mirza Baqir, und seinem Onkel väterlicherseits, Mirza Asadollah, erhalten hatte, die beide bekannte Gelehrte in Täbriz waren, ging Muhammad Ali Qadhi Tabatabai nach Qum und studierte unter anderem Philosophie bei Imam Chomeini. Er nahm auch an den Lehrveranstaltungen anderer großer Gelehrter teil. Nach einem zehnjährigen Aufenthalt in Qum ging er nach Nadschaf, um sein Studium fortzusetzen. In den 1950er Jahren verließ Ayatollah Qadhi Tabatabai im Alter von 42 Jahren Nadschaf, wo er etwa drei Jahre lang umfangreiche Kenntnisse erlangt hatte, und kehrte in seine Heimatstadt zurück. Ayatollah Qazi Tabatabai erhielt die Befähigung zur selbständigen Rechtsfindung [idschtihad] von 20 großen Gelehrten der muslimischen Welt. Er verfasste er rund 43 Bücher.

Er ist nicht zu verwechseln mit Ali Tabatabai.

Einen Tag nach dem Martyrium kondolierte Imam Chomeini mit folgender Botschaft.

„Im Namen Gottes, des Gnädigen und Begnadenden,‎

Zu Gott gehören wir und zu ihm kehren wir zurück

Mit Bedauern drücke ich allen engagierten Muslimen, Mudschaheddin-Geistlichen und eifrigen Menschen Aserbaidschans und insbesondere der Familie dieses gesegneten Märtyrers mein Beileid für die belastende Tragödie des Märtyrertums des unermüdlichen Hudschat-ul-Islam Hadsch Sayyid Muhammad Ali Qazi Tabatabai aus und bitte Gott darum dass er den Soldaten des Islam und den Wahrheitssuchern revolutionäre Geduld schenke. Angesichts solcher Katastrophen, die auf eine bevorstehende Niederlage der Feinde des Islam und des Landes sowie auf deren Hoffnungslosigkeit und Unfähigkeit hindeuten, liegt es an der ehrenwerten Nation Iran und dem eifrigen Volk Aserbaidschans, ihre Entschlossenheit zu erhöhen und ihre Anstrengungen zu diesem Zweck zu verdoppeln des Islam und des Heiligen Qurans, um die Rechte der Unterdrückten gegenüber den Unterdrückern der Zeit zu verwirklichen.

Meine Lieben! In einer Revolution, die die Supermächte aus dem Land vertrieben hat und ihnen den Weg zur Ausplünderung versperrt, sind solche Katastrophen und noch Schlimmeres unvermeidlich. Wir müssen diesen Ereignissen mit Entschlossenheit und Kühle begegnen und unseren Weg der Anstrengung (Dschihad) zum Wohle auf Allahs Weg fortsetzen. Das Martyrium um Gottes willen ist ein ewiges, ehrenvolles Leben und ein Leuchtfeuer der Nationen. Muslimische Nationen sollten sich von den Opfern unserer Soldaten für Unabhängigkeit, Freiheit und Verwirklichung der Ideale des Islam inspirieren lassen und sich zusammenschließen, Kolonialismus und Ausbeutung überwinden und sich auf die Befreiung und das menschliche Leben zubewegen. Ich bete zu der Erhabenheit des allmächtigen Gottes für den Islam und die Muslime sowie Barmherzigkeit und Vergebung für die Märtyrer des Weges der Wahrheit und den gesegneten Märtyrer Tabatabai.

Und der Friede sei mit euch und die Gnade Allahs und Sein Segen

Ruhullah Al-Mousavi Al-Chomeini“.

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