Dschahiliyya-Tiere

Tabu-Tiere vor dem Islam

Aussprache: al-anʿaamu zhaatu t-tuquusiy al-muharramati fil-dschaahiliyyah
arabisch: الأنعامُ ذاتُ الطقوسِ المحرَّمة في الجاهلية
persisch:
حیواناتِ نذری و ممنوعه در دورانِ جاهلیت
englisch:
Pre-Islamic taboo animals

.Bücher von Allama Tabatabai finden Sie im Verlag Eslamica.

Tabu-Tiere vor dem Islam sind Tiere, die aufgrund der Riten in der Zeit der Unwissenheit als unantastbar galten, was im Islam kritisiert worden ist.

Es handelt sich um vier Kategorien, die im Verse 5:103 im Heiligen Quran erwähnt werden.

bullet Bahirah (بحيرة)
bullet Saibah (سائبة)
bullet Wasilah (وصيلة)
bullet Ham (Tabu-Tier) (حام)

Alle vier Kategorien oder Namen gehören sprachlich und kulturhistorisch zusammen. Sie bezeichnen vorislamische Opfer-, Weihe- und Tabu-Tiere im altarabischen Heidentum, die im Islam als Zeit der Unwissenheit bekannt ist.

Damals wurden Tiere bestimmten Gottheiten geweiht oder besonderen religiösen Vorschriften unterstellt. Aufgrund kultischer Gründe (Gelübde, Zwillingsgeburt, Fruchtbarkeit oder symbolischer Wert) wurden sie von praktischer Nutzung ausgenommen. Ihre Milch, Fortbewegung oder Schlachtung war eingeschränkt, verboten oder nur ausgewählten Gruppen vorenthalten. Der Brauch galt als Zeichen gesellschaftlicher und kultischer Ordnung. Im Islam wurde der Kult aufgehoben.

Stattdessen erklärte der Islam die Schlachtung von Haustieren mit persönlicher Bindung als zulässig aber verpönt [makruh].

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