Tanyerli
Schedschaattin Tanyerli (Şecaattin Tanyerli)

Aussprache: schadschaattiyn taanyiyrliy
arabisch:
شجاعتين تانييرلي
persisch:
شجاعتين تانييرلي
englisch: Shejaattin Tanyerli

13.1.1921 - 1.12.1994 n.Chr.

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Schedschaattin Tanyerli (Şecaattin Tanyerli) war ein berühmter türkischer Tangosänger und Interpret, der besonders für seine türkischen Tango-Versionen bekannt ist.

Er ist am 13. Januar 1921 im Istanbuler Stadtteil Teşvikiye –als Sohn eines Kaufmanns aus Tokat und einer Mutter aus Thessaloniki geboren. Er besuchte die Beşiktaş Esma Sultan Grundschule und später das renommierte Istanbul Erkek Lisesi. Während seines Jurastudiums an der Universität Istanbul begann er Gesangsunterricht bei Goldenberg im Beyoğlu Halkevi zu nehmen. Im Jahr 1942 brach er sein Studium ab und stieg stattdessen als Tangosänger im „Maksim Gazinosu“ in Istanbul ein. Während des Zweiten Weltkriegs leistete er 1943–1946 seinen Militärdienst als Reserveoffizier und schloss den Dienst als Oberleutnant ab.

Er interpretierte Tangos in mehreren Sprachen (Deutsch, Französisch, Spanisch, Griechisch). Er gilt als eine der ersten Stimmen der leichten westlichen Musik in der Türkei. Sein Plattendebüt erfolgte 1948 in Zusammenarbeit mit dem Tangomusiker Necdet Koyutürk. Die Platte enthält den Tango „Papatya (Gänseblümchen)“ und „Rüzgar Gibi Geçti (Vom Winde verweht)“. Ab 1949 wechselte er zum Radiosender İstanbul Radyosu. Seine bekanntesten Tangos sind: „Ayrılık (Trennung)“, „Sensiz Kaldığım Geceler (Nächte, die ich ohne dich blieb)“, „Sevdim Bir Genç Kadını (Ich liebte eine junge Frau)“, „Mazi (Vergangenheit)“, „Sana Nereden Gönül Verdim (Wie/woher habe ich dir mein Herz gegeben)“.

Er hatte über 1.000 türkische Tangos im Repertoire, hinterließ mehr als 30 Schallplatten, mehrere Longplay-Alben und 45er. Im Jahr 1991 erschien die CD „Ölmeyen Tangolar“ (unsterblich Tangos). Im Jahr 1971 erhielt er eine Goldene Platte für seine Verdienste im Tango-Genre.

Er war Verheiratet mit Kamuran Hanım. Sie hatten drei Kinder (Şeref, Hakan, Şeyda) und einige Enkelkinder. Er verstarb am 1. Dezember 1994 in Istanbul im Alter von 73 Jahren nach langer Krankheit an Alzheimer. Er wurde auf dem Edirnekapi Märtyrerfriedhof (Edirnekapı Şehitliği) beigesetzt. Auf seinem Grabstein steht „Tango König“.

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