Qita-Struktur
Textfragmente-Struktur (Qit'a Struktur)

Aussprache: tanzhiym-ul-qita
arabisch:
تنظيم القِطَع
persisch:
ساختار قطعه‌ها
englisch: Qit'a Layouts

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Der altosmanische Begriff „Kıtʿa düzenleri“ bedeutet „Textfragmente-Struktur“, „Abschnitts-/Stück-Ordnungen“ bzw. sinngemäß „Anordnungen von Textabschnitten“. Die genaue Bedeutung hängt stark vom Fachkontext ab.

Als wichtigste Verwendungsbereich gilt die osmanisch-türkische Literatur und klassische Dichtung. In der klassischen osmanischen Poesie bezeichnet qita (kıtʿa) eine kurze Gedichtform (meist 2–4 Doppelverse). Die „Textfragmente-Struktur“ meint hier die formale Anordnung der Verse, die Reimschemata, die thematische Gliederung innerhalb einer qıta oder die Reihenfolge mehrerer qıtas in einem Werk (z. B. in einem Divan).

In der osmanischen Buch- und Schriftkultur kann qita auch ein einzelnes kalligraphisches Blatt, ein Textfragment oder ein Schriftfeld sein. „Qita-Struktur“ bezeichnet dann: die Anordnung von Schriftfeldern auf einer Seite, das Layout von Fragmenten und die visuelle Komposition (siehe Foto).

Foto Y.Özoguz (2014 n.Chr.) im Sakip Sabanci Museums (Sakıp Sabancı Müzesi)

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