Josef Thorak
  Josef Thorak

Aussprache: dschuusiyf tuuraak
arabisch:
جوزيف توراك
persisch:
یوزف توراک
englisch:
Josef Thorak

7.2.1889 - 25.2.1952

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Josef Thorak (1889–1952) war ein österreichisch-deutscher Bildhauer, der vor allem für seine monumentalen Skulpturen während der NS-Zeit bekannt wurde aber auch in der Türkei gewirkt hat.

Zu weilen wird er Joseph Thorak geschrieben. Er ist am 7. Februar 1889 in Wien unehelich geboren. Er erlernte nach dem Besuch einer Jesuitenschule zunächst wie sein Vater Töpferei, wandte sich jedoch bereits früh der Bildhauerei zu und studierte zunächst von 1910 bis 1914 an der Wiener Kunstakademie. Er beendete sein Studium in Berlin. 1928 erhielt er schließlich den Staatspreis der Preußischen Akademie der Künste, bei der er fortan ständiger Aussteller war.

Im Zusammenhang mit der Türkei ist Thorak besonders durch seine Arbeit am Vertrauensdenkmal (Güven Anıtı) in Ankara bekannt. Dieses Denkmal wurde ursprünglich von Anton Hanak entworfen, jedoch nach Hanaks Tod 1934 von Thorak vollendet.

Thorak schuf auch mehrere Büsten von Mustafa Kemal Atatürk, darunter eine bekannte Granitbüste, die 1940 in der Universität von Ankara aufgestellt wurde. Seine Werke in der Türkei spiegeln die enge Zusammenarbeit zwischen der Türkei und deutschen Künstlern in den 1930er Jahren wider, als das Land auf die Modernisierung und den Aufbau einer nationalen Identität hinarbeitete.

Ab 1937 arbeitete er als Dozent an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er ein Arbeits- und Verkaufsverbot, weil er einer der berühmtesten Nazi-Künstler geworden war. Er lebte fortan bis zu seinem Tod zurückgezogen bei Salzburg. Er starb am 25. Februar 1952 in Schloss Hartmannsberg im bayerischen Bad Endorf.

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