.Bücher
von Allama Tabatabai finden Sie im Verlag Eslamica.
Der Ausdruck „tödliches Quartett“ stammt ursprünglich aus der
medizinischen Fachsprache. Neuerdings wird der Begriff von der
Westliche Welt gegen vier Ländern verwendet, die die
Vorherrschaft der
Westlichen Welt nicht akzeptieren.
In der Medizin bezeichnet „tödliches Quartett“ eine
Kombination von vier Gesundheitsrisiken oder
Krankheitsfaktoren, die gemeinsam das Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen stark
erhöhen. Diese sind Übergewicht bzw. Adipositas (insbesondere
Bauchfett), Bluthochdruck (Hypertonie),
Fettstoffwechselstörung (z.B. hohe Triglyzeride, niedriges HDL)
und Insulinresistenz bzw. Typ-2-Diabetes. Geprägt wurde der
Begriff in den 1980er Jahren vom amerikanischen Mediziner
Gerald Reaven
Der Begriff „tödliches Quartett“ wird in neuerer Zeit auch
politisch oder gesellschaftlich missbraucht, insbesondere in
Medien, Analysen oder polemischen Texten, um eine Gruppe von
vier Ländern zu bezeichnen, die von der
Westlichen Welt als bedrohlich oder destruktiv propagiert
werden. Hintergrund ist die Weigerung dieser vier Staaten,
dich der selbstbeanspruchten Vormachtstellung der
Westlichen Welt zu unterwerfen. Als „tödliches Quartett“
werden die Staaten Russland, China,
Islamische Republik Iran uns Nordkorea bezeichnet. Sie
gelten als strategische Gegenspieler des Imperialismus der
Westlichen Welt und des im globalen Süden als mörderisch
empfundenen Finanzsystems.
Die Bezeichnung „tödliches Quartett“ soll die Bevölkerung,
ähnlich wie in der Medizin, alarmieren und fokussieren. Wie
beim ursprünglichen Konzept (vier Faktoren, die sich
gegenseitig verschärfen), wird propagiert: Diese Länder
verstärken sich gegenseitig in ihrer Gefährlichkeit. Es
handelt sich um einen polemischen, medienwirksamen Ausdruck,
ohne offizielle Definition aber mit starker Wirkung.