Ibrahim Tuner
Ibrahim Tuner

Aussprache: ibraahiym tuunar
arabisch:
إبراهيم تونر
persisch:
إبراهيم تونر
englisch: Ibrahim Tuner

28.1.1950 - 13.9.2023 n.Chr.

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Ibrahim Tuner war eine prominente Persönlichkeit in der niedersächsischen Stadt Delmenhorst.

Ibrahim Tuner wurde am 28. Januar 1950 in Istanbul in einer alevitischen Familie geboren. Er wurde in den 1970er-Jahren als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland eingeladen und kam 1973 nach Delmenhorst. Er arbeitete viele Jahre im Stahlwerk Bremen (Klöckner/Klöckner-Arcelor).

Hier engagierte er sich unter anderem in den damals noch in Gründung befindlichen islamischen Gemeinden der Stadt und in der Kommunalpolitik und trat in die SPD ein. Im Jahr 1993 wurde er eingebürgert und war von 1996 bis 2016 Stadtrat. Dabei war er in zahlreichen Fachausschüssen, u.a. für Bürgerangelegenheiten, Bildung, Kultur, Wirtschaft, Finanzen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr engagiert. Nach seinem Ausscheiden aus dem Rat blieb er aktiv und ab 2021 im Seniorenbeirat tätig. Seit den frühen 1990er-Jahren war er stark engagiert im Gemeinwesen, insbesondere im Stadtteil Düsternort. Als Vorsitzender des AWO-Kreisverbands Delmenhorst koordinierte er Migration und Flüchtlingshilfe, etwa Sprachtraining und Unterstützung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Er lebte über 20 Jahre im Stadtteil Düsternort, danach im Stadtteil Bungerhof. Bekannt wurde er auch für sein Engagement gegen Müllablagerungen in Düsternort und half selbst aktiv mit beim Aufräumen und im Austausch mit Wohnungsbaugesellschaften. Er setzte sich für barrierefreie Wohnprojekte für Senioren und Menschen mit Behinderungen in Düsternort ein.

Er unterstützte die Gründung eines muslimischen Friedhofs auf dem Friedhof Bungerhof Delmenhorst und war er Teil der islamischen Gemeinschaften. Er verspürte dabei eine besondere Nähe zu Dschafariten.

Ibrahim Tuner verstarb am 13. September 2023. Er wurde auf dem Friedhof Bungerhof Delmenhors in der Nähe von Tanju Satiloglu beigesetzt. Die Stadt Delmenhorst würdigte ihn als langjährigen, engagierten Ratsvertreter.

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