.Bücher
von Allama Tabatabai finden Sie im Verlag Eslamica.
Ibrahim Tuner war eine prominente Persönlichkeit in der
niedersächsischen Stadt Delmenhorst.
Ibrahim Tuner wurde am 28. Januar 1950 in
Istanbul in einer
alevitischen Familie geboren. Er wurde in den
1970er-Jahren als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland
eingeladen und kam 1973 nach Delmenhorst. Er arbeitete viele
Jahre im Stahlwerk Bremen (Klöckner/Klöckner-Arcelor).
Hier engagierte er sich unter anderem in den damals noch in
Gründung befindlichen islamischen Gemeinden der Stadt und in
der Kommunalpolitik und trat in die SPD ein. Im Jahr 1993
wurde er eingebürgert und war von 1996 bis 2016 Stadtrat.
Dabei war er in zahlreichen Fachausschüssen, u.a. für
Bürgerangelegenheiten, Bildung, Kultur, Wirtschaft, Finanzen,
Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr engagiert.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Rat blieb er aktiv und ab 2021
im Seniorenbeirat tätig. Seit den frühen 1990er-Jahren war er
stark engagiert im Gemeinwesen, insbesondere im Stadtteil
Düsternort. Als Vorsitzender des AWO-Kreisverbands Delmenhorst
koordinierte er Migration und Flüchtlingshilfe, etwa
Sprachtraining und Unterstützung unbegleiteter minderjähriger
Flüchtlinge. Er lebte über 20 Jahre im Stadtteil Düsternort,
danach im Stadtteil Bungerhof. Bekannt wurde er auch für sein
Engagement gegen Müllablagerungen in Düsternort und half
selbst aktiv mit beim Aufräumen und im Austausch mit
Wohnungsbaugesellschaften. Er setzte sich für barrierefreie
Wohnprojekte für Senioren und Menschen mit Behinderungen in
Düsternort ein.
Er unterstützte die Gründung eines muslimischen Friedhofs
auf dem
Friedhof Bungerhof Delmenhorst und war er Teil der
islamischen Gemeinschaften. Er verspürte dabei eine besondere
Nähe zu
Dschafariten.
Ibrahim Tuner verstarb am 13. September 2023. Er wurde auf
dem
Friedhof Bungerhof Delmenhors in der Nähe von
Tanju Satiloglu beigesetzt. Die Stadt Delmenhorst würdigte
ihn als langjährigen, engagierten Ratsvertreter.
