Eschre Üren
Eschref Üren (Eşref Üren)

Aussprache: aschraf uuran
arabisch:
أشرف أُورَن
persisch:
اشرف اورن
englisch: Eshref Uren

1897 – 1984 n.Chr.

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Eschref Üren (Eşref Üren) gilt als eine der prägenden Persönlichkeiten der Ankara-Malerei der frühen Republikzeit.

Er lebte einen großen Teil seines Lebens in Ankara und wurde besonders durch Landschaften und Stadtansichten aus Ankara und eine solide, akademisch fundierte Malweise bekannt. Er nahm an wichtigen Ausstellungskontexten teil (unter anderem Galatasaray-Ausstellungen) und wird außerdem mit der Künstlervereinigung „D Grubu“ in Verbindung gebracht.

Er ist 1897 in Nişantaşı (Istanbul) geboren. Biografische Institutionstexte heben seine Herkunft aus einem etablierten Umfeld hervor. Seine Schulausbildung absolvierte er in Istanbul (zeitweise im Galatasaray-Gymnasium) und Bursa (landwirtschaftliche Schulen). Säter war er Halkalı, damals bei Istanbul (heute Teil von Istanbul).

Während des Ersten Weltkriegs wurde er als Reserveoffizier eingezogen. Danach setzte er Ausbildung und künstlerische Entwicklung fort. Er entschied sich nach dem Krieg ausdrücklich für die Kunst. In der Türkei wird berichtet, dass er wegen Altersgrenzen nicht regulär aufgenommen wurde und daher als Gasthörer Ateliers unter anderem bei Hikmet Onat und Ibrahim Tschalli (İbrahim Çallı) besuchte. Zudem nahm er privaten Unterricht (unter anderem bei Feyhaman Duran). K

Mehrere biografische Darstellungen nennen einen wichtigen Paris-Aufenthalt und das Arbeiten in Ateliers von André Lhote und Othon Friesz. Diese Station ist relevant, weil sie Ürens Bildauffassung (Komposition/Zeichnung) und seine spätere Rolle in Ankara-Motiven erklärt. Er arbeitete nach der Rückkehr in der Türkei als Zeichen-/Malereilehrer in verschiedenen Städten (ein klassischer Berufsweg vieler republikanischer Künstler). Seine Werke erschienen in Galatasaray-Ausstellungen. Er wird als Teilnehmer bzw. Mitglied im Umfeld des „D Grubu“ geführt (eine in der türkischen Moderne wichtige Gruppierung, die neue Tendenzen der Malerei betonte).

Eine wissenschaftliche Studie zu seinen Zeichnungen betont, dass Üren die letzten ~45 Jahre seines Lebens in Ankara verbrachte und dass sich in bedeutenden Sammlungen zahlreiche (mindestens ~100) Ankara-Landschaften von ihm finden.

Er ist 1984 in Ankara gestorben.

Sein Gemälde Schwarzmeer Mütter“ (Karadenizli Analer) befindet sich im Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara (siehe Foto).

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