Wadd
Wadd

Aussprache: wadd
arabisch:
وَدّ
persisch:
وَدّ
englisch: Wadd

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Wadd ist ein Eigenname, der im Heiligen Quran in einem als Name einer vorislamischen Gottheit der Araber erwähnt wird. Er gehörte zu den Fünf Götzen der Araber.

Das Wort Wadd [وَدّ] erscheint einmal im Heiligen Quran in Sure Nur (71:23):

وَقَالُوا لَا تَذَرُنَّ آلِهَتَكُمْ وَلَا تَذَرُنَّ وَدًّا وَلَا سُوَاعًا وَلَا يَغُوثَ وَيَعُوقَ وَنَسْرًا

„Und sie sagten: Verlasst nicht eure Götter; verlasst weder Wadd noch Suwa, noch Yaghuth, Yauq und Nasr.“

Die vorislamischen Gottheit ist eine konkrete Figur aus dem heidnischen Pantheon, das nach Noah (a.) und in der arabischen Frühzeit verehrt wurde. Nach klassischen Auslegungen [tafsir] des Heiligen Quran war er einer der fünf Götzenfiguren, die ursprünglich gerechte Männer aus dem Volk Noahs (a.) repräsentierten. Als diese frommen Männer starben, ließ sich das Volk zunächst als Erinnerung ihre Abbilder anfertigen. Später jedoch begann man, sie anzubeten. So wurde daraus Polytheismus.

Der Name وَدّ (Wadd) hängt ethmologisch zusammen mit Liebe. Vergleiche dazu Al-Wadud. Nach Tabari bezeichnet Wadd eine Gottheit der Zuneigung und Treue – ähnlich wie Eros oder Amor im klassischen Altertum, jedoch mit einem stärker sozial-moralischen Charakter. Der Hauptkultort von Wadd befand sich bei den Banu Kalb in Dumat al-Dschandal (Nordarabien, heutige Provinz al-Dschawf in Saudi-Arabien). Al-Kalbi beschreibt die Statue als einen Mann in einem langen Gewand, bewaffnet mit einem Schwert und einem Bogen. Er trug außerdem eine Tiara oder Krone als Attribute, die auf königliche Würde und Schutzfunktion hinweisen sollen.

Wadd galt als Schutzgott für Bündnisse, Freundschaften und Stammesgemeinschaften. Ihm wurden vermutlich Trinkopfer, Tiere oder Weihrauch dargebracht.

Nach islamischer Überlieferung wurde der Götze Wadd nach der Ausbreitung des Islams zerstört.

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