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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Nuh Naci Yazgan (1885 in Kayseri, gestorben 7. Oktober
1947) war ein einflussreicher türkischer Unternehmer,
Politiker und Wohltäter. Hier die wichtigsten Fakten:
Er ist 1885 in Kayseri geboren. Sein Vater war İbrahim
Hakkı Bey. Er absolvierte die Ticaret İdadisi
(Handels-Oberrealschule) in Kayseri und arbeitete als Sekretär
in der örtlichen Pulverfabrik, daher der Spitzname „Katipzade“
("Sohn des Sekretärs"). Er unterrichtete für kurze Zeit
Schönschrift und Kalligraphie
an seiner ehemaligen Schule. Während des
Unabhängigkeitskrieges war er Delegierter für Kayseri beim
Sivas-Kongress (1919).
Er gründete den lokalen Zweig der Müdafaa-i Hukuk Cemiyeti
(Widerstandsfront), koordinierte lokale Widerstandsgruppen und
unterstützte Medien wie die Zeitung „Erciyes“ finanziell.
Später wurde er Abgeordneter für Kayseri in der 2. Periode
des Türkischen Parlaments (1920–1924). Im Jahr 1924 trat er
zurück, um in Adana verwaiste
Textilfabriken – darunter Millî Mensucat – wieder in Betrieb
zu nehmen. Er beteiligte sich am Aufbau der Industriellen
Akbank Im Jahr 1927 half er, Millî Mensucat zu privatisieren –
sie wurde die siebte türkische Textilfabrik und erste in
Adana. Später half er beim
Aufbau von Akbank – gegründet von Kayserili Geschäftsleuten.
Er war Gründer und Förderer vieler wohltätiger
Einrichtungen wie die Studentenwohnheime in Kayseri (seit
1939) und Istanbul (Laleli, später Çapa) und eines
Brustkrankheiten-Hospitals und eine Mädchenschule in Kayseri,
benannt nach seiner Frau Behice Yazgan.
Sein Engagement zeigte sich in sozialem Wohnungsbau,
Krankenhilfe und Bildung. Er gab große Summen für Bedürftige
aus. Er starb am 7. Oktober 1947 in
Istanbul und wurde im
Familiengrab auf dem
Karadscha Ahmad
Friedhof (Karacaahmet Mezarlığı) beigesetzt. Sein Grab
wird von einem Monumentalen Grabstein geschmückt.
Die 2009 in Kayseri gegründete Universität wurde im
Andenken an ihn als Nuh Naci Yazgan Universität benannt. Seine
Stiftungen und die Wirkung seiner sozialen Einrichtungen leben
fort.
