.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Abdurrahman Yüksel war ein in Deutschland tätiger Architekt (Mimar),
der unter anderem die Planung der
Mevlana-Moschee Kassel durchgeführt hat.
Er ist am 1.7.1942 n.Chr. in der
Türkei geboren und kam 1972 nach Deutschland. Er lebte und
arbeitete seitdem in Baunatal.
Als sein Lebenswerk gilt der Neubau der
Mevlana-Moschee Kassel am Mattenberg in Kassel-Oberzwehren.
Er war langjähriges Mitglied der türkisch-islamischen
Gemeinde, initiierte den Moscheebau und betreute ihn
planerisch. Er selbst hat die Fertigstellung nicht mehr
miterlebt, so dass sein Sohn Salim Yüksel die Arbeit des Vater
vollendet hat.
Auch außerhalb der Architektur war Abdurrahman Yüksel
ehrenamtlich aktiv: 1974 gehörte er zu den Mitbegründern des
Heims der Nationen in Baunatal und war dort bis 1978
Vorsitzender. Außerdem unterstützte er von 1992 bis 2000 den
Sportverein Anadoluspor Baunatal beratend und organisatorisch.
Im Jahr 2000 war er am Aufbau der Gesellschaft für
interkulturelle Verständigung in Kassel beteiligt.
Abdurrahman Yüksel wurde am 20. Mai 2011 mit der Goldenen
Ehrennadel der Stadt Kassel ausgezeichnet. Die Ehrung galt
seinen Leistungen für das Zusammenleben von Menschen
unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft sowie
seinem interkulturellen Engagement. Dazu zählte unter anderem
die Gründung und der Aufbau der „Gesellschaft für
interkulturelle Verständigung“ in Kassel im Jahr 2000.
Die Ehrennadel der Stadt Kassel wird als Dank und zur
Anerkennung an verdiente Einwohner aus allen Gruppen der
Bevölkerung verliehen. Zum Zeitpunkt der Ehrung Ende Mai 2011
war Abdurrahman Yüksel schwer erkrankt und wurde in einem
Hospizhaus in Hannover gepflegt. Die Ehrung nahmen seine Frau
Nadiye, sein Sohn und seine Tochter stellvertretend entgegen.
Wenige Tage später, am 3. Juni 2011 n.Chr. ist er gestorben
und wurde auf dem
Islamischen Gräberfeld Baunatal beigesetzt. Sein Grab ist
besonders auffällig, da der Grabstein wie eine
Gebetsnische [mihrab] gestaltet worden ist.

Foto Y.Özoguz (2026 n.Chr.)