Aliridha Yusufi
Aliridha Yusufi

Aussprache: aliyridhaa yuudufiy
arabisch:
علیرضا یوسفي
persisch:
علیرضا یوسفی
englisch:
Alireza Yousefi

27.8.2003 - heute n.Chr.

Foto: IRNA 20206 n.Chr.

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Aliridha Yusufi — international oft auch Alireza Yousofi geschrieben — ist ein sehr erfolgreicher iranischer Gewichtheber der Superschwergewichtsklasse.

Er wurde am 27. August 2003 in Hardorud bei Qaimschahr in der Provinz Mazandaran geboren.

Er wurde früh als außergewöhnliches Talent im Gewichtheben wahrgenommen, weil er bereits als Jugendlicher Lasten bewegte, die normalerweise erst bei deutlich älteren Athleten zu erwarten sind. Seine heutige Wettkampfklasse ist das Superschwergewicht; früher trat er in den Jugend- und Juniorenkategorien unter anderem in +85 kg, +94 kg und später +109 kg / +110 kg an.

Über sein Privatleben ist öffentlich wenig dokumentiert. Es wird berichtet, dass Yusufi zunächst im Ringen aktiv gewesen ist und dann wegen seiner Körperstruktur, Kraftentwicklung und Eignung für explosive Hebebewegungen zum Gewichtheben wechselte.

Sportlich entwickelte er sich sehr schnell. Schon als Jugendlicher fiel er durch nationale Nachwuchsrekorde auf. Sein Profil passte ideal zur iranischen Superschwergewichts-Schule: große Körpermasse, starke Beinkraft, sehr gute Dynamik im Umsetzen und besonders hohe Werte im Stoßen. Sein Reißen war im internationalen Vergleich solide bis stark, aber sein eigentlicher Weltklassebereich wurde früh das Stoßen.

Der erste große internationale Höhepunkt kam bei den Olympischen Jugendspielen 2018 in Buenos Aires. Yusufi trat dort im Jungen-Wettbewerb +85 kg an. Im Reißen erreichte er 162 kg, lag damit aber hinter dem Bulgaren Hristo Hristov, der 173 kg riss. Die Entscheidung fiel im Stoßen: Yousefi brachte zunächst 202 kg, dann 211 kg und schließlich 218 kg zur Hochstrecke. Damit kam er auf 380 kg im Zweikampf und gewann Gold mit nur 1 kg Vorsprung vor Hristov.

Dieser Sieg war wichtig, weil er Yusufi international als kommenden Superschwergewichtler etablierte. Nach dem Jugendolympiasieg wechselte Yusufi in die Juniorenklasse und wurde dort einer der auffälligsten Athleten im internationalen Superschwergewicht. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2019 in Suva (Fidschi), trat er in der Kategorie +109 kg an und erzielte nach den Ergebnisübersichten 171 kg im Reißen, 233 kg im Stoßen und 396 kg im Zweikampf.

Sein größter Juniorenerfolg kam 2022 bei den IWF Junior World Championships in Heraklion (Griechenland). Dort gewann er in der Klasse +109 kg den Weltmeistertitel mit 177 kg Reißen, 239 kg Stoßen und 416 kg Zweikampf. Besonders bedeutend war das Stoßen: Die 239 kg waren ein neuer Junioren-Weltrekord. 2023 setzte er seine Dominanz im Juniorenbereich fort. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Guadalajara gewann er erneut deutlich im Superschwergewicht.

In der Seniorenklasse trat Yusufi erstmals früh sichtbar auf. Bei den Weltmeisterschaften 2021 in Taschkent kam er in der Klasse +109 kg auf 183 kg Reißen, 245 kg Stoßen und 421 kg Zweikampf; damit belegte er im Gesamtklassement Rang 7. Zugleich setzte er mit 238 kg Stoßen einen Junioren-Weltrekord, den er 2022 auf 239 kg verbesserte. Bei den Islamic Solidarity Games 2022 in Konya gewann Yusufi in der Klasse +109 kg mehrere Medaillen: zwei Silbermedaillen und einer Bronzemedaille.

Bei den Asienmeisterschaften 2023 in Jinju erzielte er 190 kg Reißen, 249 kg Stoßen und 436 kg Zweikampf. In den Ergebnisübersichten wird sein Stoßen als Junioren-Weltrekord geführt. Insgesamt belegte er dort Rang 4, was zeigt, wie stark das asiatische Superschwergewicht besetzt war.

Ein wichtiger Seniorenwettkampf war die Weltmeisterschaft 2024 in Manama, Bahrain. In der Kategorie +109 kg traf er auf starke Konkurrenz, darunter Varazdat Lalayan aus Armenien und seinen iranischen Teamkollegen Ali Davoudi. Yusufi riss 194 kg, stieß 262 kg und erreichte 456 kg im Zweikampf. Damit gewann er Bronze im Gesamtklassement und Gold im Stoßen.

Anfang 2025 wurde berichtet, dass Yusufi wegen einer Knieverletzung — Band- und Meniskusprobleme am rechten Knie — operiert wurde und längere Zeit ausfallen sollte. Das ist für Gewichtheber besonders kritisch, weil beide Wettkampfübungen tiefe Kniebeugemuster und maximale Stabilität im Kniegelenk verlangen. Anfang 2026 kehrte er erfolgreich zurück. Bei den Asienmeisterschaften 2026 in Gandhinagar, Indien, trat er in der neu eingeführten Klasse +110 kg an und stieß 261 kg. Der Olympic Council of Asia bezeichnete diese Leistung als Weltrekord in der neu etablierten +110-kg-Kategorie: Yusufi gewann Gold im Stoßen und Silber im Zweikampf.

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