.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Das Zelt des Großwesirs im
Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt ist ein
herausragendes Exponat mit einer bewegten Geschichte.
Es handelt sich um das Schlafzelt des
osmanischen Heerführers Sari Süleyman Pascha, das während
der zweiten
Schlacht von Mohács am 12. August 1687 von bayerischen
Truppen unter Kurfürst Max II. Emanuel erbeutet wurde.
Dieses Zelt zeugt von der hohen Kunstfertigkeit der
Istanbuler Zeltmacher und spiegelt die langen und
wiederkehrenden Konflikte zwischen europäischen Mächten und
dem
Osmanischen Reich wider. Es handelt sich dabei um ein
sogenanntes „Hofzelt“, das sowohl als repräsentatives
Prunkobjekt als auch als funktionaler Aufenthaltsort bei
Feldzügen diente. Nach seiner Eroberung wurde das Zelt
vielfältig genutzt: Bereits 1701 n.Chr. diente es als Festzelt
bei einem Feuerwerk an der Isar. Auch das bayerische Heer
stellte es bei verschiedenen Anlässen auf. Seit 1881 ist es
ein zentrales Ausstellungsstück des
Bayerischen Armeemuseums.
In einem neu gestalteten Raum des Museums wird die
Geschichte des Zeltes von seiner Eroberung bis heute
präsentiert. Ein umfangreicher, reich bebilderter Katalog
beleuchtet sowohl die Eroberung des Zeltes als auch seine
wechselvolle Geschichte als Trophäe und Ausstellungsstück im
Bayerischen Armeemuseum. Dieser Katalog ist im Kunstverlag
Josef Fink erschienen und bietet auf 292 Seiten detaillierte
Einblicke. Für Interessierte ist inzwischen das Zelt des
Großwesirs im Neuen Schloss des Bayerischen Armeemuseums in
Ingolstadt zu besichtigen.
Nach seiner Eroberung wurde das Zelt zunächst als Symbol
des Triumphs über die
Osmanen verwendet. Bereits im Jahr 1701 diente es als
Festzelt bei einem Feuerwerk an der Isar in München. Es war
damals üblich, erbeutete Prunkstücke aus Kriegen öffentlich
zur Schau zu stellen oder bei Feierlichkeiten zu nutzen. Das
Zelt erlebte mehrere Stationen, bevor es im Bayerischen
Armeemuseum seine heutige Heimat fand. Nach seiner Ankunft in
Bayern wurde das Zelt zunächst in München aufbewahrt und bei
verschiedenen höfischen Anlässen präsentiert.
Im Laufe des 18. und 19. Jh. n.Chr. wurde das Zelt bei
unterschiedlichen Gelegenheiten aufgestellt, um die
militärischen Erfolge Bayerns und seines Heeres zu
unterstreichen. Im Jahr 1881 wurde das Zelt Teil der Sammlung
des Bayerischen Armeemuseums. Seitdem gehört es zu den
zentralen Exponaten des Museums und ist ein Highlight der
Dauerausstellung.
Das Zelt wurde mehrfach restauriert, um es vor dem Verfall
zu bewahren und seine prachtvolle Erscheinung zu erhalten.
Heute wird es in einem speziell gestalteten Raum im Neuen
Schloss in Ingolstadt ausgestellt.