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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Taufiq Amin Ziyad (Tawfiq Ziad)
war ein palästinensischer Dichter, Schriftsteller, und
Politiker, bekannt für seine Lyrik und sein Engagement für
Palästina.
Er ist am 7. Mai 1929 in der Stadt
Nazareth, die damals von Breiten besetzt war. Ziyad
spielte eine wichtige Rolle im kulturellen und politischen
Leben der
Palästinenser.
Er war ein bedeutender Vertreter der sogenannten
„Widerstandsliteratur“, die sich durch ihre direkte
Auseinandersetzung mit den Themen Besatzung, Identität und
Widerstand auszeichnet. Seine Gedichte und Schriften spiegeln
den Kampf und die Hoffnungen des palästinensischen Volkes
wider und rufen oft zu Einigkeit und Widerstand gegen
Ungerechtigkeit auf.
Neben seiner literarischen Tätigkeit war Tawfiq Ziad auch
politisch sehr aktiv. Er war Mitglied der Kommunistischen
Partei Israels und diente als Bürgermeister von
Nazareth von 1975 bis zu seinem Tod im Jahr 1992. In
dieser Rolle setzte er sich für die Verbesserung der
Lebensbedingungen der arabischen Bürger in Israel ein und war
bekannt für seine direkte und konfrontative Art, die Rechte
seiner Gemeinschaft zu verteidigen.
Ziyad starb am 5. Juli 1992 bei einem Autounfall. Sein Erbe
lebt in seinen Gedichten und Schriften weiter, die bis heute
für ihre kraftvolle Sprache und ihren tiefen emotionalen
Ausdruck geschätzt werden.
Als ein berühmtes Gedicht von ihm gilt: „Wir bleiben hier“
In Lidda, in Ramla, in
Galiläa,
werden wir bleiben,
Wie eine Mauer auf deiner Brust,
Und in deiner Kehle
Wie eine Glasscherbe,
Ein Kaktusdorn,
Und in deinen Augen
Ein Sandsturm.
Wir werden bleiben,
Eine Mauer auf deiner Brust,
Putzen Geschirr in euren Restaurants,
Getränke in euren Bars servieren,
fegen die Böden eurer Küchen
Um einen Bissen für unsere Kinder zu ergattern
Aus euren blauen Zähnen.
Hier werden wir bleiben,
Singen unsere Lieder.
Gehen auf die wütenden Straßen,
Füllen die Gefängnisse mit Würde.
In Lidda, in Ramla, in Galiläa,
werden wir bleiben,
Im Schatten der Feigenbäume
und Olivenbäume,
den Aufstand in unseren Kindern gären lassen
Wie Hefe im Teig.