Drittes Buch
Marsch Hulagu's bis Roha.
Von Tebris, seinem neuen Thronsitze, brach Hulagu Freitags
den zwölften September gegen Syrien auf. Vor seinem Aufbruche
sandte er Botschaft an seinen Vasallen Bedreddin Lulu, den
Herrn von Mossul, ihn seines hohen Alters willen der
persönlichen Erscheinung im Felde enthebend, aber dafür die
Gegenwart seines Sohnes Ssalih fordernd. Dieser erschien und
Hulagu belohnte ihn dafür mit der Hand einer Tochter des
letzten grossen Sultans von Chuareſm, Dſchelaleddin. Seinen
Feldherren Baidſchu und Schiktur übertrug er den Befehl des
rechten, anderen Emiren den des linken Flügels, er selbst
führte das Mitteltreffen an. Wir folgen nun seinem Zuge nach
den Stationen, deren die persischen Geschichten erwähnen, wie
wir demselben von Karakorum an bis an den Oxus nach den
chinesischen Berichten gefolgt sind. Auf der Westseite des
Ararat, zwischen demselben und Erſerum, südlich von Hasan
Kalaa, erhebt sich das Gebirge Alatagh, d. i. der bunte Berg,
in welchem herrliche Alpenweiden, Jagden und die Hauptquelle
des Euphrat's, nämlich die des Muradſsuji, welcher hier aus
mehreren Bächen zusammenströmt. Hulagu fand so grosses
Wohlgefallen an den Weiden von Alatagh, dass er denselben
einen mongolischen Ehrennamen beigelegt. Von hier wandte er
sich südwärts nach Achlath, der auf dem nördlichen Ufer des
Sees von Wan, gegenüber des Schneegebirgs Siban, gelegenen
Stadt, die eine uralte, schon zu Nuſchirwan's Zeit der Sitz
seines Oheims Dschamasb, von den Byzantinern Chliat genannt,
berühmt durch die Grösse seiner Aepfel, deren einer bis
hundert Drachmen wiegt. Ihren Flor verheerte zuerst der
Einfall Chuareſmschah's und zwanzig Jahre hernach ein
Erdbeben. Seid Husein von Achlath, in allen esoterischen
Wissenschaften tief gelehrt, hatte noch vor dem Einfalle der
Mongolen in Persien das Unheil Tſchengiſchan's vorausgesagt
und war mit zwölftausend Familien nach Kairo ausgewandert, wo
noch seine Grabstätte und noch das Stadtviertel der Achlather
das Andenken an diese Ansiedelung bewährt. Die Kurden des
Stammes Hakkjari, welche um Achlath wohnen, wurden vom Heere
wie scheues Vieh verfolgt und getödtet. Als das Lager zu
Diarbekr, beschloss Hulagu vor Allem die gänzliche Eroberung
Mesopotamiens, um auf dem Marsche gegen Syrien den Rücken frei
zu behalten. Der Herr von Miafarakain, Melik Kjamil, hatte
nicht nur der Einladung zur Unterwürfigkeit keine Folge
geleistet, sondern auch einen syrischen Priester, welcher
während der Belagerung Bagdad's mit einem Jerligh des grossen
Kaan's an ihn abgesendet worden, gekreuziget. Der Prinz
Jaschmut und Suntai Nujan wurden die Stadt zu belagern
befehligt; den Sohn Bedreddin Lulu's sandte Hulagu gegen Amid,
das heute unter dem Namen Diarbekr bekannter; er selbst wandte
sich nach Roha, das alte Edeſſa, das sich freundlich ergab;
Harran und Niſsibin wurden mit Gewalt genommen und verheert;
die Einwohner von Serudsch, die keinen Boten der
Unterwürfigkeit gesandt, niedergemacht. Zu Roha schlug er sein
Winterquartier auf und beschied dahin seine Vasallen, Hethum,
den König Kleinarmeniens, und die Seldschuken Rum's; auch an
Nassir, den Sultan von Haleb, sandte er von hier wiederholte
Botschaft, ihn persönlich in's Lager zu laden; Nassir schickte
seiner statt seinen Sohn Melikelasis mit reichen Geschenken.
Hulagu behielt ihn den ganzen Winter hindurch bei sich und
sandte ihn erst im nächsten Frühjahre nach Ostern an den Vater
mit der lakonischen Botschaft zurück: „Nicht dich haben wir
begehrt, sondern deinen Vater; er komme also, sonst kommen wir
zu ihm“. König Hethum erschien an der Spitze einer grossen
Anzahl gewaffneten Gefolges; ein nicht zu verachtender
Bundesgenosse, denn er war zwölftausend Reiter und
vierzigtausend Fussgänger in's Feld zu stellen im Stande.
Hethum setzte dem Eroberer die Annehmlichkeit Haleb's
auseinander und bewog ihn zu dem Entschlusse (oder bestärkte
ihn darin), vor allen anderen Städten nach Haleb seine Waffen
zu wenden. Den armenischen König scheint zu diesem Rathe
hauptsächlich das Interesse der Kreuzfahrer und zunächst das
seines Schwiegersohnes, des Herrschers von Antiochien, des
nächsten Nachbars Haleb's, bewogen zu haben. Unter die
Seldschuken Iseddin und Rokneddin wurden die Länder Rum's so
vertheilt, dass dieser Herr der Länder zwischen Cäsarea und
Grossarmenien, jener Herr Kleinasiens bis an's mittelländische
Meer. Von hier aus wurde ein Botschafter mit dem berühmten,
von Nassireddin mit allem Schmucke morgenländischer Rhetorik
geschwellten Schreiben an Nassir gesandt, welches Wassaf sammt
der Antwort gibt, wie folgt:
„Gott, der Ernährer der Himmel und Erden“, so kündet der
siegreiche König: „Wir haben gelagert vor Bagdad im
sechshundert fünf und fünfzigsten Jahre, wir haben den
Beherrscher gefangen gemacht und ihn ausgefragt, und da er
bestand mit nichten, war es nöthig, ihn zu vernichten. Er
geizte mit seinem Gold, und so kam die Sache dahin, wie sie es
gesollt; er opferte kostbare Seelen den irdischen Lüsten auf,
und das war klar aus dem ganzen Verlauf. Sie hatten den Lohn
ihrer Thaten und der Sagende sagt: Sobald ein Ding vollkommen,
hat es auch schon abgenommen, aber uns kann noch der Wachsthum
frommen. Hernach sollen wissen die Fürsten, die siegreichen,
Seifeddin (das Schwert des Glaubens), Ihn Jaghmur und Alaeddin
El-Koscheimri und die übrigen Emire Syriens und Truppen: Ich
bin ein Kämpe Gottes, den er erschaffen in seinem Grimme, um
ihn loszulassen wider die, denen er zürnet. Nehmet euch ein
Beispiel an dem, was geschehen, um euch an den Erschlagenen zu
ersehen. Werdet durch fremden Schaden klug und ergebt euch
Uns, ehe der Vorhang aufgezogen wird, und ehe wider euch
ergehet der Zug. Wir erbarmen uns nicht des Weinens und haben
kein Mitleiden mit der Klage; Gott hat aus Unserem Herzen
gerissen die Barmherzigkeit. Wehe! und abermals Wehe! denen,
die nicht streiten auf Unseren Seiten. Wir haben die Länder
verheert mit Macht und die Kinder zu Waisen gemacht. Wir haben
über die Erde Verderben gebracht; an euch ist die Flucht vor
Uns, der euch sucht; wo ist die Erde, die euch nährte? und das
Land, das euch Zufluchtsort gewährte? Ihr werdet Unseren
Schwertern nicht enteilen, und habet keine Rettung vor Unseren
Pfeilen; Unsere Pferde sind vorauseilende, Unsere Schwerter
leiberzertheilende und Unsere Pfeile sicherbetheilende; Unsere
harten Herzen halten wie Berge Bestand, und die Zahl Unserer
Heere ist unzählbar wie der Sand. Wer sich Uns ergibt, der
findet Heil, und wer wider Uns kämpft, dem wird Reue zu Theil.
Unser Reich wird von keinem Andern begehrt und das Land
Unserer Nachbarn wird nicht verheert. Wenn ihr Unsere
Bedingungen annehmet und zu Unserm Gehorsame euch bequemet, so
ist Unsere Sache die eurige, und die eurige die Unsere; wenn
ihr aber widerstrebt, und euch wider Uns erhebt, wenn ihr
verharrt als Rebellen, so schmähet hernach nur eure Seelen,
denn es wird euch am Ende: was erwerben eure Hände. Wer voraus
droht, ist entschuldigt durch die Noth, und wer da warnt,
Niemanden unbillig umgarnt. Die Schlösser vor Uns werden
umgekehrt, und Unsere Heere werden vom Kampfe nicht abgewehrt.
Euere Bitten werden von Uns weder erhört noch angehört, denn
ihr habt die Ungerechtigkeit gefressen und den Glauben
vergessen; ihr habt die Neuerung eingesetzt und das Gemeinwohl
verletzt; ihr überliesset euch den Lastern und der Passion und
es waltet in euch der Neid und die Rebellion. Nehmet daher in
Betrachtung die Kunde der Erniedrigung und Verachtung. Heut
empfangt ihr den Lohn euerer Verachtung, weil ihr hochmüthig
gewesen auf Erden ohne Wahrheit, für euere Laster. Er wird die
kennen, die Unrecht gethan, und die Umwälzenden werden
umgewälzt werden. Bei euch ist es ausgemacht, dass wir die
Ungläubigen, und bei Uns ist es ausgemacht, dass ihr die
Lasterhaften. Uns hat auf euch losgelassen Er, in dessen Hand
die Geschäfte, die geleiteten, und die Gebote, die von ewig
her bereiteten. Von Uns wird verachtet, wer euch dünket ein
König, und was euch Viel ist, das däucht Uns Wenig. Wehe und
Furcht dem, der sich vor Uns gross macht, und Sicherheit und
Verzeihung dem, der erzittert Unserer Macht. Wir haben die
Erde in Besitz genommen im Osten und Westen und die Güter der
Reichsten und Besten; wir haben sie zerstaubt und alle Schiffe
geraubt. Unterscheidet mit eurer Vernunft das Wahre und Klare,
und ihr sollt eilen, uns Antwort zu ertheilen, eh' dass die,
so ihr unglaubig nennet, euch verbrennet, ehe ihr sehet die
Funken, ehe ihr unter der Last des Kriegs seid versunken, ehe
grosses Unglück bei der Hand, und Niemand lösche den Brand;
weisst du, was das sei, flammender Brand? ehe dass Ehre und
Würde von euch schwindet, und ihr weder Zufluchtsort noch
Schutz findet, und ehe dass der Ausrufer des Verderbens auch
mit den Worten des Korans ruft: Ist einer von ihnen zu finden,
ist von ihnen zu hören der geringste Laut. Wir sind billig
gewesen, indem Wir euch senden dieses Schreiben zum Lesen.
Antwortet darauf, ehe die Strafe nimmt ihren Lauf, und ihr
unverständig seid. Stellt auf Sternwarten euere Beobachtungen
an, eh' der Treiber wie Holz zerbricht eueren Plan; und wenn
ihr leset dieses Schreiben genau, leset zugleich den Anfang
der Sura: Nachl, und das Ende der Sura: Ssad. Wir haben Perlen
des Worts ausgestreut, und die Antwort wird zeigen, wie ihr
seid. Heil werde zu Theil dem, der verdient Heil.“
Antwort.
„Bei Gott ist die Vorsehung. Sag: Gott ist der Besitzer des
Reichs, es wird gegeben das Reich, wem er will; es hat uns
seine Vorsehung geleitet, Lob sei Gott, dem Herrn der Welten,
und Gebet und Lob über den Herrn der Gottgesandten, den
Schlussring der Propheten, Mohammed den Propheten, den
Ungebildeten, und seine ganze Familie. Antwort auf das
Schreiben, welches kündend gekommen von der Majestät des
Ilchan's und der Schwelle des Sultan's (Gott wolle dieselbe
mit Rechtlichkeit bedräuen und derselben die Annahme des
Rechten und Wahren verleihen!). Hochdieselben sind, wie sie
sagen, erschaffen aus Gottes Grimme, überwältigend Alle, über
welche ergeht seines Zornes Stimme, ohne sich der Klagenden zu
erbarmen, oder für die Weinenden ein Mitleid zu erwarmen, weil
Hochdenselben Gott aus dem Herzen gerissen das Erbarmen.
Dieses sind schändliche Eigenschaften der Satane und nicht der
Sultane. Diese Zeugenschaft genügt als Prediger wider euch und
von eurem selbst beschriebenen Reich abhaltend die
Vernünftigen von euch. So sagt der Koran: „O ihr Ungläubigen,
ich bete nicht an, was ihr betet an!“ Ihr habt euch selbst
geflucht durch den Brief, den ihr geschrieben, und habet euch
selbst mit allen Schändlichkeiten beschrieben, und alle
Propheten haben Euer erwähnt. Wir haben von euch Kunde seit
der Zeit, wo ihr erschaffen worden seid; und ihr, die ihr
Ungläubige seid, wie ihr dessen selbst im Wahne seid, hat Gott
in seinem Buch nicht den Drängern gegeben den Fluch? Ihr sagt:
wir (die Moslimen) hätten Neuerungen gemacht und das
Gemeinwesen heruntergebracht, den Glauben gebrochen und alle
Laster verbrochen; das ist kein Wunder. Hat nicht Pharao sich
die Rolle des Ermahnenden angeeignet und zugleich das Gesetz
geläugnet? – Wir halten fest auf der Grundfeste, Uns nicht
bekümmernd um die Zweige und Aeste; Wir sind die
Rechtgläubigen fürwahr! Wir nehmen das Schädliche nicht an und
legen den Zweifel in Bann. Zu Uns stieg nieder der Koran, und
der ewige Gott sieht Uns erbarmend an; Wir haben die Sendung
des göttlichen Worts vergewisst und wissen, wie dasselbe
auszulegen ist. Es ward für euch das höllische Feuer
erschaffen, um eure Hartherzigkeit zu strafen.
Wann sich spaltet der Himmel,
Wann die Sterne sich zerstreuen,
Wann sich mischet der Meere Getümmel,
Wann die Gräber ihre Todten ausspeien;
Dann weiss die Seele, was war und kommen wird.
Wunderbar, wunderbar! mit Schlägen zu dräuen den Leuen,
reissenden Thieren mit Streichen von Rappieren und Recken mit
Stöcken. Unsere Pferde sind blitzende, Unsere Bogen
ägyptische, Unsere Schwerter jemenische, Unsere Schultern
festsitzende; Wir sind bekannt zum Bessten in Osten und
Westen; Unsere Pferde sind Löwen, wenn Wir sie besteigen, und
Unsere Reiter erreichen den Feind, sobald sie sich zeigen;
Unsere Schwerter schneiden, wann sie treffen, und Unsere
Lanzen zermalmen, wann sie sich senken im Treffen; Unser
Kürass ist Unsere Haut, Unser Panzer ist Unsere Brust; Unsere
Herzen werden durch keinen Unfall erbittert und Unsere
Versammlung keiner Drohung erzittert durch die Kraft des
Allgeehrten und Alllobenswerthen! Durch Drohungen werden wir
nicht erschreckt, durch Anrücken des Heeres nicht geschwächt;
wenn wir als Empörer auftreten, so ist es des Gehorsames
Pflicht, und wenn wir tödten, so ist diess ein Kapital von
Gewicht. Zwischen Unserer Erdenrunde und dem Tode ist nur Eine
Stunde. Ihr sagt: „Unsere Herzen halten wie die Berge Stand,
und Unsere Zahl ist unzählbar, wie Sand“. Den Fleischer die
Menge der Schafe nicht erschreckt, und vieles Holz wird durch
einen kleinen Funken in Brand gesteckt. Werden Wir denn vor
dem Tode fliehen und die Schmach vorziehen? Ist es nicht
gefehlt, was ihr befehlt? Wir fliehen vor der Schmach und
laufen lieber dem Tode nach; der Tod in dieser Welt ist, was
Uns am meisten gefällt; wenn wir leben, sind wir selig, und
wenn wir sterben, als Martyrer glückselig: Wird nicht Gottes
Verein der überwältigende sein? Nach dem Fürsten der
Rechtgläubigen, nach dem Nachfolger des Propheten Gottes, des
Herrn der Welten, fordert ihr von Uns Gehorsam. Wir horchen
euch nicht und gehorchen euch nicht. Die Sehnsucht, ihm (dem
Propheten) nachzufolgen, genügt, um von Uns abzuwehren die
Begierden, die schädlichen, und die Phantasien, die leeren. –
Ihr begehrt von Uns, dass Wir Uns euch ergeben, ehe sich die
Decke wird heben, und ehe Wir Uns in die Gefahr begeben. Das
sind Worte, ungereimt, aus deren Reihung Zweifel keimt. Wenn
die Decke aufgezogen würde und niedersänke des Looses Bürde,
so würde sich's zeigen, was grössere Sünde sei, ob der
Unglaube nach dem Glauben, ob der Bruch nach der Bewährung, ob
die Lüge nach der Erklärung, oder Gehorsam geschworen den
Idolen und die Vermessenheit, sich einen zweiten Gott zu
holen: Ihr habt eine unaussprechliche Sache vorgezogen; wenig
fehlte, dass die Himmel klafften und die Erden sich spalteten
und einstürzte der Berge Bogen. Sagt eurem Schreiber, der
diese und diese Worte angefasst und dieses Schreiben verfasst:
Wie kurzsichtig ist deine Kürze, wie öde die Uebertreibung
deiner Rede; dein Schreiben wirkt auf Uns, wie des Thürangels
Hummen und der Fliegen Summen; du hast des Islams Gnade zu
leicht genommen, und es wird Gottes Pein über dich kommen; du
erachtetest zu erweitern durch das Schreiben die Pein und
betrachtetest den Briefwechsel und die lügnerischen Drohungen
als Spielerei'n. Dein Zweck war, in Vorschein zu bringen deine
Beredtsamkeit und zu zeigen deine Wohlredenheit. Du bist der,
von dem der Sprechende spricht: Du hast Etwas im Gedächtnisse
behalten, aber es fliehen dich der Dinge Gestalten. Du hast
geschrieben den Text: Er wird die kennen, die Unrecht gethan,
und die Umwälzenden werden umgewälzt werden. Auf dieses Wort
kommt die Antwort sofort: Gottes Geschäft ist gekommen,
beschleunigt es nicht, der König Nassir und Jaghmur und
Alaeddin Koscheimri und die übrigen Emire Syriens achten nicht
das Feuerschlagen zwischen Kiesel und Stahl, sie erwarten das
Wiehern der Rosse und das Zusammentreffen im Stosse; sie
geloben, sich im heiligen Kampf zu erproben, euch den Höllen
und dem Abgrund zuzugesellen, euch die Haare, welche über die
Ohren niederstürzen, mit dem Stahle des Schwertes zu kürzen;
sie sagen euch Alle: Seid ihr zum Kampf bereit, so sei das
eure Beredtsamkeit; was braucht es, Verse zu citiren und
Histörchen zu componiren und Lügen einzustudiren. Wir sind nun
im letzten Ssafer und Unsere Verheissung kommt (als eine
wahre) vom Morgen her. Gott beflügelt für den, wen er will,
den Sieg. Wir haben diess nicht bloss prosaisch geschrieben
und sind dabei im Orte der Schmach sitzen geblieben; Wir
sagten, was zur Hand, und entschuldigen den, der zu schwach
zum Widerstand. Heil!“