Zweites Buch
Die Söhne und Töchter Hulagu's.
Der Erstgeborene Abaka war als der Aelteste schon bei des
Vaters Lebzeiten sein erklärter Thronfolger, als welcher er
auch nach dessen Tode der zweite der Ilchane in Iran, nachdem
er demselben gefolgt. Dschumkur der Zweitgeborene, nur einen
Monat jünger, als Abaka, blieb, als der Vater den Feldzug nach
Westen unternahm, als dessen Sachwalter im Lager des Kaans
Bruders zurück; in der Folge, als nach dem Tode Mengkukaan's
der jüngste Bruder desselben, Arikbugha, dem ältesten, Kubilai,
den Thron streitig machte, ward Dschumkur von jenem gezwungen,
sich für ihn wider diesen zu erklären, fiel aber, als
Arikbugha wider Alghui auszog, von ihm ab, um in's Lager des
Vaters zurückzukehren, und starb auf dem Wege dahin;
desselben, sowie seiner beiden Söhne Dschuschkub und Kunkuschu,
wird im Verlaufe dieser Geschichte noch mehrmals erwähnt
werden. Jaschmut, der dritte Sohn Hulagu's, aus der Chinesin
Tukadschi Ikadschi, welche eine Sklavin des Lagers der Frau
Kutui, war Vater von drei Söhnen; Kutui selbst war die Mutter
des vierten Sohnes, Tekschin, welcher an einem Blasenübel
gestorben, und dessen Gemahlin Nulun, die Tochter Buka Timur's,
des Bruders Kubak Chatun's (folglich seine angeheirathete
Base), nach Tekschin's Tod sein Bruder Dschumkur zur Frau
nahm. Der fünfte Sohn, Tarakai, aus der dem Lager der Frau
Kutui entnommenen Beischläferin Borkdschin, ward auf der Reise
nach Persien vom Blitze erschlagen; merkwürdiger durch seinen
Sohn Baidu, welcher einige Monate lang der sechste Herrscher
der Mongolen in Persien, nach Ahmed Tekudar, dem siebenten
Sohne Hulagu's, dem fünften der Ilchane; zwischen beiden ward
Tusin, der sechste Sohn Hulagu's, aus derselben Mutter, wie
Jaschmut, geboren. Adschai, des achten Sohnes Mutter, war die
Beischläferin Irtika Ikadschi, aus dem Lager der Frau Kutui;
als Hulagu nach Persien zog, liess er ihn an der Spitze des
Lagers der Frau Kutui zur Besorgung der Angelegenheiten
zurück; er überlebte seinen Bruder Hulagu nur zehn Tage. Die
Beischläferin Dschudsche Ikadschi, die Mutter des neunten
Sohnes, Kuikurtai, war eine Sklavin aus dem Lager der Frau
Tokus; er war Vater von sechs Söhnen und erreichte ein sehr
hohes Alter. Die Mutter Jisudar's, des zehnten Sohnes, war
Uwischdschin, aus dem Stamme Kurlaut, dessen diese Geschichte
weiter nicht, aber noch des eilften Sohnes Mengku Timur's
erwähnen wird, welcher sechs und zwanzig Jahre alt starb;
Vater von drei Söhnen, allein drei aus der Sklavin Ilinak
Ikadschi, und keiner aus seinen drei Frauen, deren erste
Oldschai, die Tochter Buka Timur's, des Bruders der Frau
Oldschai, Gemahlin Hulagu's, folglich seine Stiefbase; die
zweite die berühmte Abisch Turkan, Tochter des Atabegen von
Fars, letzte Herrscherin aus diesem Stamme; die dritte Nuhin
Chatun. Sie gaben ihm keine Söhne, aber mehrere Töchter, deren
berühmteste die älteste, Kordotschin, aus der Atabegin Abisch,
in der Geschichte nicht minder oft genannt, als ihre Mutter,
indem sie dreimal vermählt ward; das erstemal an Dschelaleddin
Sijurghutmisch, den Sultan Kerman's, dann an den Emir
Satilmisch und endlich an ihren Vetter Taghai; die Atabegin
Abisch, ihre Mutter Turkan Chatun und Kordotschin, die
obgenannte Tochter der Abisch, sind drei der grössten
weiblichen Charaktere, Hebel grosser Begebenheiten in der
Geschichte der Atabege von Fars und Sultane Kerman's, welche
eng mit der der Ilchane Persiens verflochten. Huladschu, der
zwölfte Sohn Hulagu's, hatte die Sklavin Ilkadschi, aus dem
Lager der Frau Tokus, zur Mutter, welche später mit dem
Kopfschmucke Baghtak zur Frau erhoben ward; Vater von vier
Söhnen. Ilkadschi war auch die Mutter Scheibawedschi's, des
dreizehnten Sohnes; und die des vierzehnten, Taghai Timur's,
eine Beischläferin Sklavin aus dem Lager der Frau Kutui,
Vater's von fünf Söhnen. Die sieben Töchter Hulagu's waren:
die erste Bulughan Aka, aus der Frau Kobak; sie wurde mit
ihrem Oheim Dschume Gurgan, dem Sohne des Tataren Dschudschi,
vermählt, dessen Gemahlin die mit der Tochter Tschengischan's
gleichnamige Dschidschegan, die Tochter Utdschigin's, des
jüngsten Bruders Tschengischan's; Dschume Gurgan erhielt nach
dem Tode Bulughan Aka's auch die Hand der Nichte Dschemi, der
zweiten Tochter Hulagu's aus der Frau Oldschai; die dritte
Tochter, Mengelugan, ebenfalls aus der Frau Oldschai, ward an
Dschakir Gurgan, den Sohn Buka Timur's den Uiraten, vermählt,
welcher der Bruder Oldschai's und folglich der Oheim seiner
Gemahlin; die vierte, Tutukasch, aus einer Beischläferin
Sklavin des Lagers der Frau Tokus, wurde zuerst an den Uiraten
Tengkir Gurgan, welcher früher eine Tochter Gujuk's zur Frau
gehabt und welchem von dieser das Leben erbeten ward, dann an
dessen Sohn Sulamisch und endlich an dessen Sohn Dschidschek
Gurgan vermählt, so dass dieser der Vater, Sohn und Enkel der
Gattin; die fünfte, Tarakai, deren Mutter die Beischläferin
Irtikan Ikadschi, ward dem Konghuraten Musa, dem Enkel
Tschengischan's aus seiner Tochter Tumalun, das ist ihrem
Oheim, zur Frau gegeben; die sechste Tochter, Kutlukan, aus
der Beischläferin Minklikadsch, wurde zuerst dem Jisubuka, aus
dem Stamme Durban, dann nach dessen Tode seinem Sohne Tokel
angetraut; die Hand der siebenten, Baba, aus der Frau Oldschai,
erhielt Legsi Gurgan, der Sohn Emir Arghun's, des
Staatssecretärs, welchen Mengkukaan früher als Hulagu nach
Persien gesendet hatte; also die Töchter ebenfalls meistens an
Oheime und Vettern vermählt. |