Gedichte im Islam
Die Welt im Spiegel der Erde (Toprak Aynasında Âlem)

von Hüsrev Hatemi

Toprak Aynasında Âlem

Gönül çeşmesini tâ durulunca pâk...

Etmeye bir ömür yetmedi.

Güller ki neyden fazla inlerken,

Nemli gözlerle bir mâzi,

Ve tâlik yazili çeşme

Nerdeydi?

Zemin denirdi, arz denirdi, saglam

Ve sıkı basarken ona biz neden?

Serviler, kekik otlarıyla bir âlem,

O eski âlem neden kaydı?

Ölüm beklemezdi serviler gerçi,

Bilmem hangi hayal kırıklıgı, yâhut

Hangi kederle müntehir onlar,

Kına giren kılıçlar misali,

Yeraltını süslemektedir şimdi.

Güller, yılanlar ve bütün

O eski âlem’in çocukları,

Semada ararken servileri...

Die Welt im Spiegel der Erde

Den Quell des Herzens, bis er sich klärt und rein wird –
dafür reichte ein ganzes Leben nicht.

Rosen, die mehr als die Ney-Flöte klagen,
eine feuchte Erinnerung,
und der Brunnen mit kalligrafischer Schrift –

wo war er?

Man nannte es Erde, man nannte es Welt,
fest und beständig, und während wir fest auf ihr standen – warum nur?

Zypressen, mit Thymian-Kräutern eine ganze Welt,
warum ist jene alte Welt entschwunden?
Der Tod erwartete die Zypressen zwar nicht,
doch ich weiß nicht, aus welcher Enttäuschung,

oder aus welchem Kummer heraus sie Selbstmörder wurden –

wie mit Henna gefärbte Schwerter
schmücken sie nun die Unterwelt.

Rosen, Schlangen und all

die Kinder jener alten Welt

 suchen die Zypressen am Himmel …

Anmerkung zur Nuance:
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„gönül çeşmesi“, „Quell des Herzens“ (klassisch sufische Metapher)

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„ney“, bewusst als „Ney-Flöte“ erhalten (stark mystische Konnotation)

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„serviler“ (Zypressen), in islamisch-persischer Dichtung oft Symbol für: Tod / Friedhof zugleich Schönheit und Aufrichtung

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„müntehir“, „Selbstmörder“ (bewusst stark, existenziell)

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„kına giren kılıçlar“, Bild für Blut / Opfer / Ritual

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